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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Äquatorialguinea

Gesundheitswesen in Äquatorialguinea

Das Gesundheitswesen in Äquatorialguinea ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Äquatorialguinea für Männer bei 57,4 und für Frauen bei 59,6 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 14,1 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 280,75 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 3,0% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 280,75 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Äquatorialguinea

Aktuell: 1,7 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 23. Februar 2021 wurden im Land 5.852 Infizierte und 91 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 5.852 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,43% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 7. Kalenderwoche (15.02.2021 bis 22.02.2021) bei 158 und somit bei 1,7 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Äquatorialguinea eine Sterblichkeit von 1,6%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
07/20211584
06/2021800
05/2021801
04/2021800
03/2021890
02/2021690
01/2021170
53/2020310
52/2020171
51/2020360

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße167 cm158 cm
BMI22,325,8
Gewicht62,5 kg64,1 kg

Krankheiten

ÄquatorialguineaØ weltweit
Diabetes *6,00%8,81%
Tuberkulose0,18%0,13%
Malaria26,9%5,7%
HIV / Aids0,65%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

ÄquatorialguineaØ weltweit
Masern53,0%85,7%
Hepatitis B0,05%0,09%
Tetanus6,5%0,0%
DTP *5,30%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in ÄquatorialguineaDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Äquatorialguinea ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 2,1 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 542 ausgebildeten Ärzten in Äquatorialguinea stehen pro 1000 Einwohner rund 0,40 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 22 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)