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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Algerien

Gesundheitswesen in Algerien

Die Effizienz des Gesundheitswesens in Algerien ist im weltweiten Vergleich eher überdurchschnittlich.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Algerien für Männer bei 75,7 und für Frauen bei 78,1 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 4,1 Jahre niedriger (Männer: 70,6 / Frauen: 75,0 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 224,01 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 6,2% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,76 Euro (~ 9,9% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Algerien

Aktuell: 2,4 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 19. Juli 2021 wurden im Land 153.309 Infizierte und 3.938 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 153.309 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,35% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 28. Kalenderwoche (12.07.2021 bis 18.07.2021) bei 7.227 und somit bei 2,4 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Algerien eine Sterblichkeit von 2,6%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 146.082 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Algerien eine neue Sterblichkeitsrate von 2,6%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
28/20217.227102
27/20214.61181
26/20213.00662
25/20212.48362
24/20212.59460
23/20212.43053
22/20212.23353
21/20211.86547
20/20211.54944
19/20211.20746

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße174 cm162 cm
BMI24,726,5
Gewicht74,6 kg69,4 kg

Krankheiten

AlgerienØ weltweit
Diabetes *6,70%8,81%
Tuberkulose0,06%0,13%
Malaria0,0%5,7%
HIV / Aids0,01%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

AlgerienØ weltweit
Masern80,0%85,7%
Hepatitis B0,09%0,08%
Tetanus9,8%0,0%
DTP *9,10%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Algerien sind noch 18,8% aller über 15-Jährigen Raucher.
7 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in AlgerienDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Algerien ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 1,9 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 80.200 ausgebildeten Ärzten in Algerien stehen pro 1000 Einwohner rund 1,83 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch den niedrigen Versorgungsstand kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten nur in vergleichsweise wenigen Fällen reduziert werden. Nach aktuellem Stand sterben immer noch etwa 14 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)