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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Angola

Gesundheitswesen in Angola

Das Gesundheitswesen in Angola ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Angola für Männer bei 58,4 und für Frauen bei 64,0 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 11,6 Jahre niedriger (Männer: 70,6 / Frauen: 75,0 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 76,71 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 2,5% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,76 Euro (~ 9,9% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Angola

Aktuell: 0,9 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 13. September 2021 wurden im Land 50.446 Infizierte und 1.339 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 50.446 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,15% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 36. Kalenderwoche (06.09.2021 bis 12.09.2021) bei 1.971 und somit bei 0,9 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Angola eine Sterblichkeit von 2,7%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 48.475 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Angola eine neue Sterblichkeitsrate von 2,7%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
36/20211.97181
35/20211.39666
34/20211.26252
33/20211.20040
32/20211.02556
31/202181533
30/20211.04129
29/20211.02928
28/202182625
27/202165116

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße168 cm158 cm
BMI22,324,2
Gewicht62,7 kg60,2 kg

Krankheiten

AngolaØ weltweit
Diabetes *4,50%8,81%
Tuberkulose0,35%0,13%
Malaria22,9%5,7%
HIV / Aids0,15%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

AngolaØ weltweit
Masern51,0%85,7%
Hepatitis B0,05%0,08%
Tetanus7,0%0,0%
DTP *5,70%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

15 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in AngolaDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Angola ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 0,8 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 7.060 ausgebildeten Ärzten in Angola stehen pro 1000 Einwohner rund 0,21 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 22 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)