Corona-Virus und Gesundheitswesen in Burundi

Gesundheitswesen in Burundi

Das Gesundheitswesen in Burundi ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Burundi für Männer bei 59,4 und für Frauen bei 63,0 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 11,4 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 20,99 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 7,5% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 20,99 Euro (~ 9,9% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Burundi

Von der Corona-Pandemie und der Ausbreitung des Sars-Covid-19 Virus sind auch die Einwohner in Burundi betroffen. Bis zum 9. August 2020 wurden im Land 408 Infizierte und 1 Todesfall gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden am 31. März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein. Den bisherigen Höhepunkt erreichte das Land am 20. Juni mit 40 neuen Infizierten.

Die insgesamt 408 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,0035% der Gesamtbevölkerung des Landes.

Infizierte des Covid19-Virus in Burundi

Der Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Burundi eine Sterblichkeit von 0,2%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 391 Infizierten bis vor 10 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Burundi eine neue Sterblichkeitsrate von 0,3%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Entwicklung der letzten Tage

DatumInfizierte Tote 
9. Aug0+0,0%0+0,0%
8. Aug3+0,7%0+0,0%
7. Aug5+1,3%0+0,0%
6. Aug0+0,0%0+0,0%
5. Aug5+1,3%0+0,0%
4. Aug0+0,0%0+0,0%
3. Aug0+0,0%0+0,0%
2. Aug0+0,0%0+0,0%
1. Aug4+1,0%0+0,0%
31. Jul4+1,0%0+0,0%

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße168 cm155 cm
BMI21,821,5
Gewicht61,5 kg51,7 kg

Krankheiten

BurundiØ weltweit
Diabetes *5,10%8,81%
Tuberkulose0,11%0,13%
Malaria25,0%5,7%
HIV / Aids0,02%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

BurundiØ weltweit
Masern88,0%86,0%
Hepatitis B0,09%0,08%
Tetanus9,0%0,0%
DTP *9,00%8,59%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.
15 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Burundi ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 0,8 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten und innerhalb der EU stehen sogar 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 577 ausgebildeten Ärzten in Burundi stehen pro 1000 Einwohner rund 0,05 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 23 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die täglichen Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)