Corona-Virus und Gesundheitswesen in Burundi

Gesundheitswesen in Burundi

Das Gesundheitswesen in Burundi ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Burundi für Männer bei 59,4 und für Frauen bei 63,0 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 11,4 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 21,46 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 7,7% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 21,46 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


Zurück zur Übersicht: Burundi

Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Burundi

Aktuell: 0,3 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 18. Januar 2021 wurden im Land 1.236 Infizierte und 2 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im April 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 1.236 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,011% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 2. Kalenderwoche (.. bis ..) bei 217 und somit bei 0,3 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.

Infizierte des Covid19-Virus in Burundi
Tote durch das Covid19-Virus in Burundi

Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Burundi eine Sterblichkeit von 0,16%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 1.019 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Burundi eine neue Sterblichkeitsrate von 0,16%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
02/20212170
01/20211860
53/2020240
52/2020480
51/2020321
50/2020350
49/2020130
48/2020190
47/2020340
46/2020140

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße167 cm155 cm
BMI21,821,5
Gewicht60,5 kg51,5 kg

Krankheiten

BurundiØ weltweit
Diabetes *5,10%8,81%
Tuberkulose0,11%0,13%
Malaria25,0%5,7%
HIV / Aids0,02%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

BurundiØ weltweit
Masern92,0%85,7%
Hepatitis B0,09%0,09%
Tetanus9,0%0,0%
DTP *9,30%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.
In Burundi sind noch 12,6% aller über 15-Jährigen Raucher.
15 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Burundi ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 0,8 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 577 ausgebildeten Ärzten in Burundi stehen pro 1000 Einwohner rund 0,05 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 23 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die täglichen Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)