Corona-Virus und Gesundheitswesen in der Elfenbeinküste

Gesundheitswesen in der Elfenbeinküste

Das Gesundheitswesen in der Elfenbeinküste ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in der Elfenbeinküste für Männer bei 56,3 und für Frauen bei 58,7 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 15,1 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 62,30 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 4,5% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 62,30 Euro (~ 9,9% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in der Elfenbeinküste

Von der Corona-Pandemie und der Ausbreitung des Sars-Covid-19 Virus sind auch die Einwohner in der Elfenbeinküste betroffen. Bis zum 4. Juni 2020 wurden im Land 3.262 Infizierte und 35 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden am 11. März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein. Den bisherigen Höhepunkt erreichte das Land am 4. Juni mit 238 neuen Infizierten.

Die insgesamt 3.262 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,013% der Gesamtbevölkerung des Landes.

Infizierte des Covid19-Virus in der Elfenbeinküste
Tote durch das Covid19-Virus in der Elfenbeinküste

Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in der Elfenbeinküste eine Sterblichkeit von 1,1%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 2.477 Infizierten bis vor 10 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in der Elfenbeinküste eine neue Sterblichkeitsrate von 1,4%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Entwicklung der letzten Tage

DatumInfizierte Tote 
4. Jun238+7,9%2+6,1%
3. Jun0+0,0%0+0,0%
2. Jun73+2,5%0+0,0%
1. Jun118+4,2%0+0,0%
31. Mai34+1,2%0+0,0%
30. Mai49+1,8%1+3,1%
29. Mai109+4,1%0+0,0%
28. Mai85+3,3%1+3,2%
27. Mai79+3,2%1+3,3%
26. Mai54+2,2%0+0,0%

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße168 cm159 cm
BMI23,424,2
Gewicht66,0 kg61,2 kg

Krankheiten

ElfenbeinküsteØ weltweit
Diabetes *2,40%8,81%
Tuberkulose0,14%0,13%
Malaria33,1%5,7%
HIV / Aids0,11%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

ElfenbeinküsteØ weltweit
Masern71,0%86,0%
Hepatitis B0,08%0,08%
Tetanus8,5%0,0%
DTP *8,20%8,59%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.
15 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in der Elfenbeinküste ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 0,4 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten und innerhalb der EU stehen sogar 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 5.830 ausgebildeten Ärzten in der Elfenbeinküste stehen pro 1000 Einwohner rund 0,23 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 29 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Der Graph zeigt die Entwicklung der Trinkwasserversorgung in der Elfenbeinküste. Grün dargestellt ist die direkte und permanente Versorgung mit geprüftem Trinkwasser. Die rote Linie zeigt an, welcher Bevölkerungsanteil mit zusätzlichen Maßnahmen versorgt wird. In diesem Fall werden alle Ursprünge wie geprüfte Quellen oder geliefertes Wasser mit einbezogen.

Trinkwasserversorgung in der Elfenbeinküste

Nur rund 37 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen fließendem Trinkwasseranschluss. Zumindest über Quellen und Brunnen in einer Entfernung von maximal 30 Minuten oder angeliefertes Wasser erreichen 73% der Bevölkerung eine Versorgung mit weitestgehend sauberem Trinkwasser. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 71% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 97%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.



Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die täglichen Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)