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Corona-Virus und Gesundheitswesen in der Elfenbeinküste

Gesundheitswesen in der Elfenbeinküste

Das Gesundheitswesen in der Elfenbeinküste ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in der Elfenbeinküste für Männer bei 56,9 und für Frauen bei 59,5 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 14,6 Jahre niedriger (Männer: 70,6 / Frauen: 75,1 Jahre).

Insgesamt wird pro Einwohner eine Summe von 63,49 Euro veranschlagt, die jährlich auf Staatskosten für gesundheitliche Maßnahmen ausgegeben wird. Dies entspricht circa 3,3% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 948,65 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in der Elfenbeinküste

Aktuelle Inzidenz in der Woche bis zum 03.10.2022: 0,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner

Seit Beginn der Pandemie bis zum 3. Oktober 2022 wurden in der Elfenbeinküste 87.208 Infizierte und 826 Todesfälle gemeldet.

Die insgesamt 87.208 infizierten Menschen entsprechen aktuell einem Anteil von 0,33% der Gesamtbevölkerung. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der letzten sieben Tage vor dem 3. Oktober 2022 bei 114 und somit bei einer 7-Tage-Inzidenz von 0,4 Fällen pro 100.000 Einwohnern. In der selben Woche sind drei Menschen an (oder mit) Covid-19 gestorben. Seit Ausbruch der Pandemie ergibt sich hieraus in der Elfenbeinküste eine Sterblichkeitsrate von etwa 0,9 Prozent.

Aktueller Impfstatus

Nach offiziellen Angaben der WHO sind zum Stichtag am 18. September 2022 insgesamt 18,55 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Neuere Angaben liegen der WHO noch nicht vor. 10,72 Millionen Menschen haben mindestens eine Impfung erhalten (40,7%).

8,82 Millionen davon gelten in der Elfenbeinküste als vollständig geimpft (= 33,4%).
Damit liegt die Elfenbeinküste bei der Impfversorgung deutlich zurück. In 172 Ländern liegt die Impfquote höher.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße168 cm158 cm
BMI23,424,2
Gewicht65,9 kg60,7 kg

Krankheiten

ElfenbeinküsteØ weltweit
Diabetes *2,40%8,81%
Tuberkulose1,35‰1,27‰
Malaria33,1%5,7%
HIV / Aids0,03%0,03%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

ElfenbeinküsteØ weltweit
Masern68,0%82,5%
Hepatitis B0,08%0,08%
Tetanus8,6%0,0%
DTP *7,60%8,21%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In der Elfenbeinküste sind noch 9,4% aller über 15-Jährigen Raucher.
15 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in der ElfenbeinküsteDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in der Elfenbeinküste ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 0,4 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,9 Betten. Innerhalb der EU stehen 4,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 6.290 ausgebildeten Ärzten in der Elfenbeinküste stehen pro 1000 Einwohner rund 0,23 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 22 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Erklärung des Graphen:
Rote Linie: Zugang zur Wasserversorgung über Brunnen oder angeliefertes Trinkwasser
Grüne Balken: Permanenter Zugang zu fließendem und geprüftem Trinkwasseranschluss


Nur rund 35 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen fließendem Trinkwasseranschluss. Zumindest über Quellen und Brunnen in einer Entfernung von maximal 30 Minuten oder angeliefertes Wasser erreichen 71% der Bevölkerung eine Versorgung mit weitestgehend sauberem Trinkwasser. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 74% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 98%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

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