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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Guinea-Bissau

Gesundheitswesen in Guinea-Bissau

Das Gesundheitswesen in Guinea-Bissau ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Guinea-Bissau für Männer bei 56,6 und für Frauen bei 60,5 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 14,2 Jahre niedriger (Männer: 70,6 / Frauen: 75,1 Jahre).

Insgesamt wird pro Einwohner eine Summe von 52,91 Euro veranschlagt, die jährlich auf Staatskosten für gesundheitliche Maßnahmen ausgegeben wird. Dies entspricht circa 8,3% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 948,65 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Guinea-Bissau

Seit Beginn der Pandemie bis zum 2. Oktober 2022 wurden in Guinea-Bissau 8.796 Infizierte und 175 Todesfälle gemeldet.

Die insgesamt 8.796 infizierten Menschen entsprechen aktuell einem Anteil von 0,45% der Gesamtbevölkerung.

Aktueller Impfstatus

Nach offiziellen Angaben der WHO sind zum Stichtag am 18. September 2022 insgesamt 673.091 Impfdosen verabreicht worden. Neuere Angaben liegen der WHO noch nicht vor. 640.393 Menschen haben mindestens eine Impfung erhalten (32,5%).

404.228 davon gelten in Guinea-Bissau als vollständig geimpft (= 20,5%).
Damit gehört Guinea-Bissau zu den am schlechtesten versorgten Ländern der Welt. In 199 Ländern liegt die Impfquote höher.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße167 cm159 cm
BMI22,824,0
Gewicht63,9 kg60,3 kg

Krankheiten

Guinea-BissauØ weltweit
Diabetes *2,40%8,81%
Tuberkulose3,61‰1,27‰
Malaria12,3%5,7%
HIV / Aids0,16%0,03%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

Guinea-BissauØ weltweit
Masern63,0%82,5%
Hepatitis B0,07%0,08%
Tetanus8,0%0,0%
DTP *6,70%8,21%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Guinea-Bissau sind noch 9,0% aller über 15-Jährigen Raucher.
21 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in Guinea-BissauDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Guinea-Bissau ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 1,0 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,9 Betten. Innerhalb der EU stehen 4,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 403 ausgebildeten Ärzten in Guinea-Bissau stehen pro 1000 Einwohner rund 0,20 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 25 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Erklärung des Graphen:
Rote Linie: Zugang zur Wasserversorgung über Brunnen oder angeliefertes Trinkwasser
Grüne Balken: Permanenter Zugang zu fließendem und geprüftem Trinkwasseranschluss


Nur rund 24 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen fließendem Trinkwasseranschluss. Zumindest über Quellen und Brunnen in einer Entfernung von maximal 30 Minuten oder angeliefertes Wasser erreichen 59% der Bevölkerung eine Versorgung mit weitestgehend sauberem Trinkwasser. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 74% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 98%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

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