Terrorismus in der Demokratischen Republik Kongo

Die Gefahr durch Terroranschläge in der Demokratischen Republik Kongo ist in den letzten Jahren als sehr hoch einzustufen. Verglichen mit anderen Ländern gibt es hier viele und auch folgenreiche Vorfälle. Über die letzten 5 Jahre gab es insgesamt 489 erfasste terroristische Vorkommnisse, bei denen 1727 Menschen getötet und 742 verletzt wurden.

In 207 Fällen wurden insgesamt 1775 Menschen entführt oder als Geiseln genommen, es wurde jedoch nur selten (23 Mal) ein Lösegeld gefordert.

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Häufigste Anschlagsziele in der Demokratischen Republik Kongo

(2013 bis 2017)

ZielAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Zivilpersonen3581.2975371.443
Militär5228910381
Regierung51126157105
Polizei442073352
Wirtschaft177415183
Nicht-Regierungsorganisationen1410861
Journalisten101878
Religiöse Einrichtungen51110
Flughäfen und Flugzeuge347100
Private Milizen33100


Am meisten betroffene Regionen

(2013 bis 2017)

RegionAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
North Kivu2711.158444676
Orientale698672254
Ituri294018189
South Kivu2263143201
Katanga1925116
Haut-Uele1460172
Kasai-Central9112761
Bas-Uele911138
Kasai-Oriental9109
Kinshasa992151
Haut-Katanga45320
Maniema40317
Tanganyika462330
Mongala31700
Bas-Congo2300
Kasai Central24900
Equateur1100
Lualaba1010
Equator1000
Lomami1000


Terrororganisationen in der Demokratischen Republik Kongo

OrganisationAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Allied Democratic Forces137807228182
Lord's Resistance Army54246516
Democratic Front for the Liberation of Rwanda4611432170
Patriotic Resistance Front in Ituri461447104
Mayi Mayi407141245
Nyatura Militia19241822
Kamwina Nsapu Militia191811461
Mai Mai Simba Militia11456128
Mai Mai Bakata Katanga Militia9009
Mai Mai Mazembe Militia680250
Raia Mutomboki Militia610319


Alle Daten stammen vom "National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism" (START) und deren Global Terrorism Database. Als terroristischer Akt werden alle Vorfälle angesehen, die ein politisches, wirtschaftliches, religiöses oder soziales Ziel hatten, jedoch nicht rein persönlichen Motiven folgten. Zusätzlich darf der Akt nicht durch ein Kriegsrecht gerechtfertigt sein, muss also den Genfer Konventionen von 1949 widersprechen.