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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Libyen

Gesundheitswesen in Libyen

Das Gesundheitswesen in Libyen ist im weltweiten Vergleich leicht überdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Libyen für Männer bei 70,1 und für Frauen bei 76,0 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 0,2 Jahre niedriger (Männer: 70,6 / Frauen: 75,0 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 271,30 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 6,1% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,76 Euro (~ 9,9% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Libyen

Aktuell: 43,3 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 19. Juli 2021 wurden im Land 224.920 Infizierte und 3.299 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 224.920 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 3,3% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 28. Kalenderwoche (12.07.2021 bis 18.07.2021) bei 20.830 und somit bei 43,3 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Libyen eine Sterblichkeit von 1,5%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 204.090 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Libyen eine neue Sterblichkeitsrate von 1,5%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
28/202120.83059
27/20218.26627
26/20213.03822
25/20211.74813
24/20211.75413
23/20211.59919
22/20211.90920
21/20212.18414
20/20211.87820
19/20211.48820

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße175 cm162 cm
BMI26,929,5
Gewicht82,6 kg77,3 kg

Krankheiten

LibyenØ weltweit
Diabetes *10,20%8,81%
Tuberkulose0,06%0,13%
HIV / Aids0,01%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

LibyenØ weltweit
Masern73,0%85,7%
Hepatitis B0,07%0,08%
DTP *7,30%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in LibyenDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Libyen ist überdurchschnittlich gut, erreicht jedoch nicht den Durchschnitt, der beispielsweise innerhalb der EU erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 3,7 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 14.800 ausgebildeten Ärzten in Libyen stehen pro 1000 Einwohner rund 2,16 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 19 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)