Terrorismus in Libyen

Die Gefahr durch Terroranschläge in Libyen ist in den letzten Jahren als sehr hoch einzustufen. Verglichen mit anderen Ländern gibt es hier übermäßig viele und auch schwere Vorfälle. Über die letzten 5 Jahre gab es insgesamt 1667 erfasste terroristische Vorkommnisse, bei denen 1669 Menschen getötet und 2627 verletzt wurden. Darunter waren 65 Selbstmordattentate.

In 378 Fällen wurden insgesamt 1886 Menschen entführt oder als Geiseln genommen, es wurde jedoch nur selten (24 Mal) ein Lösegeld gefordert.

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Häufigste Anschlagsziele in Libyen

(2012 bis 2016)

ZielAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Zivilpersonen + Privatbesitz5708461.1101.158
Regierung277113195114
Wirtschaft186162185317
Polizei171221301225
Militär142270271202
Terroristen und nicht-staatliche Milizen1213531.02610
Journalisten6918948
Religiöse Einrichtungen66462611
Flughäfen und Flugzeuge391998116
Bildungseinrichtungen3510119


Am meisten betroffene Regionen

(2012 bis 2016)

RegionAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Benghazi5956251.18062
Tripoli325254595700
Sirte291276203511
Derna14916119762
Misrata5614617990
Wahat494533121
Jabal Al Akhdar285911
Sabha282236117
Zawiya2461016
Jabal Al Gharbi23255513
Butnan153371
Murqub1412166
Nuqat Al Khams1218495
Jafara830272
Wadi Al Hayaa80301
Jufra827833
Murzuq4658
Marj4132
Kufra3210
Wadi Al Shatii2000


Terrororganisationen in Libyen

OrganisationAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Islamischer Staat403642692718
Ansar al-Sharia551152076
Haftar Militia251012203
Shura Council of Benghazi Revolutionaries12441050
Misrata Brigades9411
Libya Shield Force72415
Libya Revolutionaries Operations Room762517
February 17 Martyrs Brigade6410
Tripoli Revolutionaries Battalion6215
Abu Obaida bin Jarrah Brigade5000
Shura Council of Mujahideen in Derna5425


Alle Daten stammen vom "National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism" (START) und deren Global Terrorism Database. Als terroristischer Akt werden alle Vorfälle angesehen, die ein politisches, wirtschaftliches, religiöses oder soziales Ziel hatten, jedoch nicht rein persönlichen Motiven folgten. Zusätzlich darf der Akt nicht durch ein Kriegsrecht gerechtfertigt sein, muss also den Genfer Konventionen von 1949 widersprechen.