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Corona-Virus und Gesundheitswesen auf Mauritius

Gesundheitswesen auf Mauritius

Das Gesundheitswesen auf Mauritius ist im weltweiten Vergleich leicht überdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter auf Mauritius für Männer bei 71,3 und für Frauen bei 77,7 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 1,9 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 572,01 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 5,8% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,54 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus auf Mauritius

Aktuell: 1,9 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 5. April 2021 wurden im Land 1.034 Infizierte und 12 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 1.034 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,082% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 13. Kalenderwoche (29.03.2021 bis 04.04.2021) bei 164 und somit bei 1,9 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich auf Mauritius eine Sterblichkeit von 1,2%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 870 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich auf Mauritius eine neue Sterblichkeitsrate von 1,2%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
13/20211642
12/2021780
11/20211010
10/2021500
09/2021310
08/202170
07/202180
06/202120
05/2021240
04/202110

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße173 cm159 cm
BMI24,626,0
Gewicht73,6 kg65,7 kg

Krankheiten

MauritiusØ weltweit
Diabetes *22,00%8,81%
Tuberkulose0,01%0,13%
HIV / Aids0,10%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

MauritiusØ weltweit
Masern99,0%85,7%
Hepatitis B0,10%0,09%
Tetanus9,5%0,0%
DTP *9,60%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

Auf Mauritius sind noch 26,9% aller über 15-Jährigen Raucher.
17 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen auf MauritiusDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser auf Mauritius ist überdurchschnittlich gut, erreicht jedoch nicht den Durchschnitt, der beispielsweise innerhalb der EU erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 3,4 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 2.560 ausgebildeten Ärzten auf Mauritius stehen pro 1000 Einwohner rund 2,02 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 23 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)