Corona-Virus und Gesundheitswesen in Mosambik

Gesundheitswesen in Mosambik

Das Gesundheitswesen in Mosambik ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Mosambik für Männer bei 57,1 und für Frauen bei 63,0 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 12,6 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 35,97 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 8,2% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 35,97 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Mosambik

Bis zum 18. Januar 2021 wurden im Land 26.551 Infizierte und 241 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 26.551 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,087% der Gesamtbevölkerung des Landes.

Infizierte des Covid19-Virus in Mosambik
Tote durch das Covid19-Virus in Mosambik

Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Mosambik eine Sterblichkeit von 0,9%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 22.334 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Mosambik eine neue Sterblichkeitsrate von 0,9%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
02/20214.21744
01/20213.02528
53/20209997
52/202074214
51/20206146
50/20207109
49/20206313
48/20205766
47/202058911
46/202068014

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße164 cm155 cm
BMI22,023,4
Gewicht59,2 kg56,2 kg

Krankheiten

MosambikØ weltweit
Diabetes *3,30%8,81%
Tuberkulose0,36%0,13%
Malaria30,5%5,7%
HIV / Aids0,89%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

MosambikØ weltweit
Masern87,0%85,7%
Hepatitis B0,09%0,09%
Tetanus8,6%0,0%
DTP *8,80%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.
In Mosambik sind noch 14,4% aller über 15-Jährigen Raucher.
14 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Mosambik ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 0,7 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 2.230 ausgebildeten Ärzten in Mosambik stehen pro 1000 Einwohner rund 0,07 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch den niedrigen Versorgungsstand kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten nur in vergleichsweise wenigen Fällen reduziert werden. Nach aktuellem Stand sterben immer noch etwa 18 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die täglichen Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)