Corona-Virus und Gesundheitswesen in Ruanda

Gesundheitswesen in Ruanda

Das Gesundheitswesen in Ruanda ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Ruanda für Männer bei 66,5 und für Frauen bei 70,8 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 4,0 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 43,95 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 6,6% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 43,95 Euro (~ 9,9% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Ruanda

Von der Corona-Pandemie und der Ausbreitung des Sars-Covid-19 Virus sind die Einwohner in Ruanda immer noch betroffen. Bis zum 28. Oktober 2020 wurden im Land 5.084 Infizierte und 35 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden am 15. März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein. Den bisherigen Höhepunkt erreichte das Land am 26. August mit 231 neuen Infizierten.

Die insgesamt 5.084 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,040% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die durchschnittliche Anzahl der täglichen Neuinfektionen lag im Verlauf der letzten Woche bei 12 und somit bei 0,1 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

Infizierte des Covid19-Virus in Ruanda
Tote durch das Covid19-Virus in Ruanda

Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Ruanda eine Sterblichkeit von 0,7%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 4.905 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Ruanda eine neue Sterblichkeitsrate von 0,7%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Entwicklung der letzten Tage

DatumInfizierte Tote 
28. Okt11+0,2%1+2,9%
27. Okt7+0,1%0+0,0%
26. Okt6+0,1%0+0,0%
25. Okt8+0,2%0+0,0%
24. Okt35+0,7%0+0,0%
23. Okt5+0,1%0+0,0%
22. Okt15+0,3%0+0,0%
21. Okt5+0,1%0+0,0%
20. Okt18+0,4%0+0,0%
19. Okt3+0,1%0+0,0%

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße165 cm156 cm
BMI21,222,6
Gewicht57,7 kg55,0 kg

Krankheiten

RuandaØ weltweit
Diabetes *5,10%8,81%
Tuberkulose0,06%0,13%
Malaria48,6%5,7%
HIV / Aids0,08%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

RuandaØ weltweit
Masern96,0%85,7%
Hepatitis B0,10%0,09%
Tetanus9,5%0,0%
DTP *9,80%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.
In Ruanda sind noch 12,3% aller über 15-Jährigen Raucher.
8 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Ruanda ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 1,6 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 1.700 ausgebildeten Ärzten in Ruanda stehen pro 1000 Einwohner rund 0,13 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch den niedrigen Versorgungsstand kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten nur in vergleichsweise wenigen Fällen reduziert werden. Nach aktuellem Stand sterben immer noch etwa 18 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die täglichen Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)