Corona-Virus und Gesundheitswesen in Senegal

Gesundheitswesen in Senegal

Das Gesundheitswesen in Senegal ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Senegal für Männer bei 65,5 und für Frauen bei 69,6 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 5,1 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 49,14 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 4,1% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 49,14 Euro (~ 9,9% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Senegal

Von der Corona-Pandemie und der Ausbreitung des Sars-Covid-19 Virus sind auch die Einwohner in Senegal betroffen. Bis zum 4. Juni 2020 wurden im Land 4.021 Infizierte und 45 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden am 2. März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein. Den bisherigen Höhepunkt erreichte das Land am 11. Mai mit 177 neuen Infizierten.

Die insgesamt 4.021 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,025% der Gesamtbevölkerung des Landes.

Infizierte des Covid19-Virus in Senegal
Tote durch das Covid19-Virus in Senegal

Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Senegal eine Sterblichkeit von 1,1%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 3.161 Infizierten bis vor 10 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Senegal eine neue Sterblichkeitsrate von 1,4%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Entwicklung der letzten Tage

DatumInfizierte Tote 
4. Jun89+2,3%0+0,0%
3. Jun96+2,5%2+4,7%
2. Jun97+2,6%1+2,4%
1. Jun94+2,6%0+0,0%
31. Mai110+3,1%0+0,0%
30. Mai106+3,1%1+2,4%
29. Mai81+2,4%0+0,0%
28. Mai95+2,9%2+5,1%
27. Mai92+2,9%2+5,4%
26. Mai31+1,0%1+2,8%

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße175 cm163 cm
BMI21,924,1
Gewicht67,1 kg64,0 kg

Krankheiten

SenegalØ weltweit
Diabetes *2,40%8,81%
Tuberkulose0,12%0,13%
Malaria5,6%5,7%
HIV / Aids0,01%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

SenegalØ weltweit
Masern82,0%86,0%
Hepatitis B0,08%0,08%
Tetanus9,5%0,0%
DTP *8,10%8,59%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.
In Senegal sind noch 8,2% aller über 15-Jährigen Raucher.
18 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Senegal ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 0,3 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten und innerhalb der EU stehen sogar 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 1.100 ausgebildeten Ärzten in Senegal stehen pro 1000 Einwohner rund 0,07 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch den niedrigen Versorgungsstand kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten nur in vergleichsweise wenigen Fällen reduziert werden. Nach aktuellem Stand sterben immer noch etwa 18 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die täglichen Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)