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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Bolivien

Gesundheitswesen in Bolivien

Das Gesundheitswesen in Bolivien ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Bolivien für Männer bei 68,9 und für Frauen bei 74,8 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 1,0 Jahre niedriger (Männer: 70,6 / Frauen: 75,1 Jahre).

Insgesamt wird pro Einwohner eine Summe von 207,93 Euro veranschlagt, die jährlich auf Staatskosten für gesundheitliche Maßnahmen ausgegeben wird. Dies entspricht circa 6,9% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 948,50 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Bolivien

18. Kalenderwoche (02.05.2022 bis 08.05.2022): 0,5 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 9. Mai 2022 wurden im Land 889.329 Infizierte und 21.788 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 889.329 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 7,6% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 18. Kalenderwoche bei 389 und somit bei 0,5 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Bolivien eine Sterblichkeit von 2,4%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 888.940 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Bolivien eine neue Sterblichkeitsrate von 2,4%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
18/202238914
17/20224042
16/20225715
15/20225124
14/20229483
13/20221.156409
12/20221.5054
11/20222.29810
10/20222.39110
09/20223.24757

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße168 cm155 cm
BMI25,327,7
Gewicht71,2 kg66,8 kg

Krankheiten

BolivienØ weltweit
Diabetes *6,80%8,81%
Tuberkulose0,11%0,13%
Malaria0,1%5,7%
HIV / Aids0,01%0,03%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

BolivienØ weltweit
Masern79,0%85,7%
Hepatitis B0,08%0,08%
Tetanus8,7%0,0%
DTP *7,50%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Bolivien sind noch 13,2% aller über 15-Jährigen Raucher.
7 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in BolivienDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Bolivien ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 1,3 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,9 Betten. Innerhalb der EU stehen 4,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 18.800 ausgebildeten Ärzten in Bolivien stehen pro 1000 Einwohner rund 1,61 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch den niedrigen Versorgungsstand kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten nur in vergleichsweise wenigen Fällen reduziert werden. Nach aktuellem Stand sterben immer noch etwa 18 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

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