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Das Klima in Brasilien

Durchschnittliche Tages- und Nachttemperaturen


Alle Klimadiagramme dieser Seite ergeben sich aus den gesammelten Daten von 194 Messstationen.
Wetterstationen in einer Höhe über 1160m wurden nicht mehr berücksichtigt.
Alle Daten entsprechen den durchschnittlichen Monatswerten der letzten 20 Jahre.


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Klimazone: Der nördliche Teil von Brasilien liegt in den äquatornahen Tropen, die südlichen Landesteile zählen geografisch zu den Subtropen.

Hohe Luftfeuchtigkeit und heiße Temperaturen machen das Wetter in Brasilien zeitweise angenehm aber auch tropisch schwül. Es ist ganzjährig warm bis heiß und lädt zum Baden bei durchschnittlichen Wassertemperaturen von 26 Grad ein. Der wärmste und zugleich regenreichste Bundesstaat ist Roraima. Der kälteste ist Rio Grande do Sul. Die beste Reisezeit ist aufgrund der trockeneren Jahreszeit von Juli bis Oktober. Die meisten Niederschläge fallen von Januar bis März.
Tageslängen und Sonnenstände in Brasilien
Klima mit anderen Regionen oder Ländern vergleichen
Sonnenstunden/TagSonnenstunden pro Tag in Brasilien
Regentage/MonatRegentage pro Monat in Brasilien
Niederschlagsmengen in mm/TagNiederschlag in Brasilien
WassertemperaturWassertemperaturen in Brasilien
Relative Luftfeuchtigkeit in %Relative Luftfeuchtigkeit in Brasilien
Absolute Luftfeuchte in g/m³Absolute Luftfeuchtigkeit in Brasilien

Temperaturrekorde der letzten 73 Jahre

Die heißeste seit 1949 bis März 2022 gemessene Temperatur wurde von der Wetterstation Poxoreo gemeldet. Im Oktober 2020 wurde hier die Rekordtemperatur von 44,5 °C gemessen. Den heißesten Sommer von Juli bis September, bezogen auf alle 163 Wetterstationen in Brasilien unter 1160 Höhenmetern, verzeichnete man im Jahr 2020 bei durchschnittlichen 24,6 °C. Diese Durchschnittstemperatur wird im Regelfall alle 4 bis 6 Stunden erhoben werden, bezieht also auch die Nächte mit ein. Im Normalfall liegt dieser Wert bei 23,4 Grad Celsius. Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur lag damals bei 30,4 °C.

Den kältesten Tag in diesen 73 Jahren vermeldete die Wetterstation Irati. Hier fiel die Temperatur im Juli 2019 auf -3,9 °C. Irati liegt dabei auf einer Höhe von 882 Metern über dem Meeresspiegel. Den kältesten Winter (Januar bis März) gab es im Jahr 1965 bei nur durchschnittlichen 24,3 °C. Üblich sind in Brasilien etwa 1,2 Grad mehr bei 25,5 °C für diesen Dreimonatszeitraum.

Die meisten Niederschläge fielen im September 2013. Mit Ø 333,3 mm pro Tag erfasste die Wetterstation Vilhena die höchsten Werte der letzten 73 Jahre. Die auf das ganze Jahr bezogen regenreichste Region befindet sich übrigens an der Wetterstation Belem. Die trockenste Gegend liegt bei Petrolina.




Langzeitentwicklung der Temperaturen von 2001 - 2021

Anders als bei einzelnen Rekordwerten kann man eine Langzeitentwicklung nicht einfach über alle Wetterstationen des Landes herbeiführen. Sowohl die Anzahl als auch die Standorte ändern sich ständig. Ein simpel errechneter Durchschnittswert würde ein verfälschtes Ergebnis ergeben. Kommen in einem Jahr mehrere Messstationen in besonders kalten Berg- oder Küstenregionen hinzu, würde der Durchschnitt allein hierdurch bereits sinken. Fällt eine Station über die Sommer- oder Wintermonate aus, liefert sie keine Werte und verfälscht den Schnitt erneut. Die nachfolgende Langzeitentwicklung wurde daher auf nur 3 Messpunkte reduziert, um über einen möglichst langen Zeitraum tatsächlich vergleichbare Daten zu haben.

In den Jahren 2001 bis 2021 gab es im ganzen Land nur diese 3 Wetterstationen, die durchgehend Temperaturwerte gemeldet haben (Caratinga, Irati, Posse). Aus diesen Wetterberichten haben wir eine Langzeitentwicklung erstellt, die die monatlichen Durchschnittstemperaturen darstellt. Der heißeste Monat in diesem gesamten Zeitraum war der Januar 2019 mit 24,7 °C. Der Juli 2021 war mit durchschnittlichen 16,8 °C der kälteste Monat.

Die Jahresdurchschnittstemperatur lag in den Jahren nach 2001 bei ungefähr 21,3 °C und in den letzten Jahren vor 2021 bei rund 21,5 °C. Sie hat sich also in den vergangenen 21 Jahren kaum verändert. Diese Tendenz gilt allerdings nur für die ausgewählten 3 Wetterstationen in Brasilien. Eine erheblich umfangreicher angelegte Auswertung des globalen Temperaturanstiegs haben wir separat zur Verfügung gestellt.

Langzeitentwicklung der Temperaturen in Brasilien

Datenbasis und Methodik

Die Daten der einzelnen Messtationen basieren auf den Archiven des Deutschen Wetterdienstes, Einzelwerte gemittelt und um eigene Elemente ergänzt. Um einen repräsentativen Landesdurchschnitt zu ermitteln, wurden zunächst Durchschnittswerte pro Landesteil gebildet, die anschließend auf Landesebene zusammengefasst wurden. Befinden sich also überproportional viele Wetterstationen in einem eng umgrenzten Gebiet, so beeinflusst deren Anzahl nicht den Landesdurchschnitt. In Brasilien selbst befinden sich 164 Stationen. In 30 Fällen wurden zudem benachbarte, aber nahegelegene Wetterstationen herangezogen, um genauere Werte zu erzielen.
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