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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Chile

Gesundheitswesen in Chile

Die Effektivität des Gesundheitswesens in Chile ist im weltweiten Vergleich deutlich überdurchschnittlich.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Chile für Männer bei 78,0 und für Frauen bei 82,5 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 7,4 Jahre niedriger (Männer: 70,6 / Frauen: 75,1 Jahre).

Insgesamt wird pro Einwohner eine Summe von 1.163,27 Euro veranschlagt, die jährlich auf Staatskosten für gesundheitliche Maßnahmen ausgegeben wird. Dies entspricht circa 9,3% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 948,65 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Chile

Aktuelle Inzidenz in der Woche bis zum 05.10.2022: 119,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner

Seit Beginn der Pandemie bis zum 5. Oktober 2022 wurden in Chile 4.633.128 Infizierte und 61.219 Todesfälle gemeldet.

Die insgesamt 4.633.128 infizierten Menschen entsprechen aktuell einem Anteil von 24,24% der Gesamtbevölkerung. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der letzten sieben Tage vor dem 5. Oktober 2022 bei 22.775 und somit bei einer 7-Tage-Inzidenz von 119,1 Fällen pro 100.000 Einwohnern. In der selben Woche sind 134 Menschen an (oder mit) Covid-19 gestorben. Seit Ausbruch der Pandemie ergibt sich hieraus in Chile eine Sterblichkeitsrate von etwa 1,3 Prozent.

Aktueller Impfstatus

Nach offiziellen Angaben der WHO sind zum Stichtag am 16. September 2022 insgesamt 62,23 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Neuere Angaben liegen der WHO noch nicht vor. 18,07 Millionen Menschen haben mindestens eine Impfung erhalten (94,5%). Die Booster-Impfung erhielten 15,62 Millionen Personen (81,7%).

17,67 Millionen davon gelten in Chile als vollständig geimpft (= 92,5%).
Damit gehört Chile zu den am besten versorgten Ländern der Welt. In 7 Ländern liegt die Impfquote höher.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße173 cm159 cm
BMI27,828,2
Gewicht82,8 kg71,5 kg

Krankheiten

ChileØ weltweit
Diabetes *8,60%8,81%
Tuberkulose0,15‰1,27‰
HIV / Aids0,04%0,03%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

ChileØ weltweit
Masern92,0%82,5%
Hepatitis B0,10%0,08%
DTP *9,50%8,21%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Chile sind noch 29,2% aller über 15-Jährigen Raucher.
6 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in ChileDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Chile ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 2,1 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,9 Betten. Innerhalb der EU stehen 4,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 20.700 ausgebildeten Ärzten in Chile stehen pro 1000 Einwohner rund 1,08 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher bekannter Krankheiten in einem überdurchschnittlichen Maße reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 10 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Als eines der wenigen Länder bietet Chile nahezu seiner gesamten Bevölkerung (98,77 Prozent) einen Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen, fließendem Trinkwasseranschluss. Der Bevölkerungsanteil, der durch zusätzliche Versorgung über Quellen und Brunnen oder angeliefertes Trinkwasser erreicht wird, liegt bei 100%. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 74% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 98%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

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