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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Ecuador

Gesundheitswesen in Ecuador

Die Effizienz des Gesundheitswesens in Ecuador ist im weltweiten Vergleich eher überdurchschnittlich.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Ecuador für Männer bei 74,1 und für Frauen bei 79,6 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 4,2 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 451,98 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 8,1% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,54 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Ecuador

Aktuell: 9,6 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 5. April 2021 wurden im Land 336.777 Infizierte und 16.987 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 336.777 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 1,9% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 13. Kalenderwoche (29.03.2021 bis 04.04.2021) bei 11.653 und somit bei 9,6 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Ecuador eine Sterblichkeit von 5,0%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 325.124 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Ecuador eine neue Sterblichkeitsrate von 5,0%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
13/202111.653241
12/202112.273268
11/202110.353238
10/20217.880197
09/20218.251211
08/202111.399285
07/20217.267192
06/20219.094342
05/20217.621123
04/20219.419251

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße167 cm155 cm
BMI26,627,9
Gewicht74,2 kg66,9 kg

Krankheiten

EcuadorØ weltweit
Diabetes *5,50%8,81%
Tuberkulose0,05%0,13%
Malaria0,3%5,7%
HIV / Aids0,02%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

EcuadorØ weltweit
Masern83,0%85,7%
Hepatitis B0,09%0,09%
Tetanus8,8%0,0%
DTP *8,50%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Ecuador sind noch 7,1% aller über 15-Jährigen Raucher.
11 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in EcuadorDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Ecuador ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 1,5 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 35.600 ausgebildeten Ärzten in Ecuador stehen pro 1000 Einwohner rund 2,05 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch den niedrigen Versorgungsstand kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten nur in vergleichsweise wenigen Fällen reduziert werden. Nach aktuellem Stand sterben immer noch etwa 13 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser


Nur rund 75 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen fließendem Trinkwasseranschluss. Zumindest über Quellen und Brunnen in einer Entfernung von maximal 30 Minuten oder angeliefertes Wasser erreichen 94% der Bevölkerung eine Versorgung mit weitestgehend sauberem Trinkwasser. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 71% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 97%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)