Corona-Virus und Gesundheitswesen in Grönland

Gesundheitswesen in Grönland

Das Gesundheitswesen in Grönland ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Grönland für Männer bei 69,1 und für Frauen bei 73,5 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 1,2 Jahre niedriger (Männer: 70,2 / Frauen: 74,7 Jahre).


Zurück zur Übersicht: Grönland

Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Grönland

Von der Corona-Pandemie und der Ausbreitung des Sars-Covid-19 Virus sind auch die Einwohner in Grönland betroffen. Bis zum 1. April 2020 wurden im Land 10 Infizierte aber noch keine Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden am 19. März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein. Den bisherigen Höhepunkt erreichte das Land am 27. März mit 3 neuen Infizierten.

Die insgesamt 10 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,018% der Gesamtbevölkerung des Landes.

Infizierte des Covid19-Virus in Grönland

Der Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten. Todesopfer wurden bislang nicht gemeldet. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße174 cm161 cm
BMI26,126,7
Gewicht79,0 kg69,2 kg

Krankheiten

GrönlandØ weltweit
Diabetes *2,10%8,81%
Tuberkulose0,10%0,13%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Grönland ist überdurchschnittlich gut und übersteigt sogar den Durchschnitt, der in den EU-Staaten erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 14,4 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten und innerhalb der EU stehen sogar 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 64 ausgebildeten Ärzten in Grönland stehen pro 1000 Einwohner rund 1,14 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 1,14.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher bekannter Krankheiten in einem überdurchschnittlichen Maße reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 0 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Etwa 97 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einem unmittelbar vorhandenem, fließendem Trinkwasseranschluss. Zumindest über Quellen und Brunnen in einer Entfernung von maximal 30 Minuten oder angeliefertes Wasser erreichen 100% der Bevölkerung eine Versorgnung mit weitestgehend sauberem Trinkwasser. Die Bevölkerung ist damit überdurchschnittlich gut versorgt. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 71% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 98%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.



Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD.