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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Kolumbien

Gesundheitswesen in Kolumbien

Die Effizienz des Gesundheitswesens in Kolumbien ist im weltweiten Vergleich eher überdurchschnittlich.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Kolumbien für Männer bei 74,3 und für Frauen bei 79,9 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 4,5 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 449,27 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 7,6% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,54 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Kolumbien

Aktuell: 32,4 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 19. April 2021 wurden im Land 2.667.136 Infizierte und 68.748 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 2.667.136 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 5,3% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 15. Kalenderwoche (12.04.2021 bis 18.04.2021) bei 114.199 und somit bei 32,4 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Kolumbien eine Sterblichkeit von 2,6%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 2.552.937 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Kolumbien eine neue Sterblichkeitsrate von 2,6%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
15/2021114.1992.592
14/202196.5281.863
13/202166.6301.214
12/202147.501931
11/202136.394905
10/202127.023645
09/202123.601732
08/202125.597892
07/202131.1141.188
06/202137.0871.496

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße171 cm158 cm
BMI25,826,7
Gewicht75,7 kg66,4 kg

Krankheiten

KolumbienØ weltweit
Diabetes *7,40%8,81%
Tuberkulose0,04%0,13%
Malaria0,9%5,7%
HIV / Aids0,04%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

KolumbienØ weltweit
Masern95,0%85,7%
Hepatitis B0,09%0,09%
Tetanus9,5%0,0%
DTP *9,20%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Kolumbien sind noch 7,9% aller über 15-Jährigen Raucher.
10 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in KolumbienDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Kolumbien ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 1,5 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 105.000 ausgebildeten Ärzten in Kolumbien stehen pro 1000 Einwohner rund 2,08 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch den niedrigen Versorgungsstand kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten nur in vergleichsweise wenigen Fällen reduziert werden. Nach aktuellem Stand sterben immer noch etwa 16 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser


Nur rund 73 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen fließendem Trinkwasseranschluss. Zumindest über Quellen und Brunnen in einer Entfernung von maximal 30 Minuten oder angeliefertes Wasser erreichen 97% der Bevölkerung eine Versorgung mit weitestgehend sauberem Trinkwasser. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 71% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 97%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)