Corona-Virus und Gesundheitswesen in Peru

Gesundheitswesen in Peru

Die Effizienz des Gesundheitswesens in Peru ist im weltweiten Vergleich eher überdurchschnittlich.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Peru für Männer bei 73,6 und für Frauen bei 79,0 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 3,9 Jahre niedriger (Männer: 70,2 / Frauen: 74,7 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 267,94 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 5,1% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 267,94 Euro (~ 10,0% des jeweiligen BIP).


Zurück zur Übersicht: Peru

Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Peru

Von der Corona-Pandemie und der Ausbreitung des Sars-Covid-19 Virus sind auch die Einwohner in Peru betroffen. Bis zum 27. März 2020 wurden im Land 635 Infizierte und 11 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden am 6. März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein. Den bisherigen Höhepunkt erreichte das Land am 25. März mit 142 neuen Infizierten.

Die insgesamt 635 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,0020% der Gesamtbevölkerung des Landes.

Infizierte des Covid19-Virus in Peru
Tote durch das Covid19-Virus in Peru

Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten
Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Peru eine Sterblichkeit von 1,7%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Es folgen weitere 2-3 Tage bis zu einem ärztlichen Test und noch einmal durchschnittliche 5 Tage, bis dessen Ergebnis vorliegt. Alle Zeiträume beziehen sich dabei auf Länder mit guter gesundheitlicher Versorgung und früher Erkennungsrate. Um die Sterblichkeit nun genauer zu definieren, müsste man somit alle 518 Infizierten der letzten 11 Tage unberücksichtigt lassen. Damit ergibt sich in Peru eine neue Sterblichkeitsrate von 9,4%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße165 cm153 cm
BMI26,227,1
Gewicht71,3 kg63,4 kg

Krankheiten

PeruØ weltweit
Diabetes *6,60%8,81%
Tuberkulose0,12%0,13%
Malaria0,6%5,9%
HIV / Aids0,02%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

PeruØ weltweit
Masern85,0%86,0%
Hepatitis B0,08%0,08%
Tetanus9,5%0,0%
DTP *8,40%8,59%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.
In Peru sind noch 4,8% aller über 15-Jährigen Raucher.
7 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Peru ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 1,6 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten und innerhalb der EU stehen sogar 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 40.600 ausgebildeten Ärzten in Peru stehen pro 1000 Einwohner rund 1,27 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 1,27.

Durch den niedrigen Versorgungsstand kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten nur in vergleichsweise wenigen Fällen reduziert werden. Nach aktuellem Stand sterben immer noch etwa 13 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Der Graph zeigt die Entwicklung der Trinkwasserversorgung in Peru. Grün dargestellt ist die direkte und permanente Versorgung mit geprüftem Trinkwasser. Die rote Linie zeigt an, welcher Bevölkerungsanteil mit zusätzlichen Maßnahmen versorgt wird. In diesem Fall werden alle Ursprünge wie geprüfte Quellen oder geliefertes Wasser mit einbezogen.

Trinkwasserversorgung in Peru

Nur rund 50 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen fließendem Trinkwasseranschluss. Zumindest über Quellen und Brunnen in einer Entfernung von maximal 30 Minuten oder angeliefertes Wasser erreichen 91% der Bevölkerung eine Versorgung mit weitestgehend sauberem Trinkwasser. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 71% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 98%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.



Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD.