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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Bhutan

Gesundheitswesen in Bhutan

Das Gesundheitswesen in Bhutan ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Bhutan für Männer bei 71,1 und für Frauen bei 71,8 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 1,2 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 89,95 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 3,1% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,54 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Bhutan

Aktuell: 0,4 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 5. April 2021 wurden im Land 891 Infizierte und 1 Todesfall gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 891 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,12% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 13. Kalenderwoche (29.03.2021 bis 04.04.2021) bei 19 und somit bei 0,4 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Bhutan eine Sterblichkeit von 0,11%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
13/2021190
12/202130
11/202110
09/202110
08/202110
07/202120
06/202130
05/202120
04/202140
03/2021130

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße167 cm155 cm
BMI23,524,4
Gewicht65,2 kg58,4 kg

Krankheiten

BhutanØ weltweit
Diabetes *10,30%8,81%
Tuberkulose0,17%0,13%
Malaria0,0%5,7%
HIV / Aids0,02%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

BhutanØ weltweit
Masern97,0%85,7%
Hepatitis B0,10%0,09%
Tetanus9,0%0,0%
DTP *9,70%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

12 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in BhutanDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Bhutan ist im Vergleich zur Weltbevölkerung unterdurchschnittlich. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 1,7 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 283 ausgebildeten Ärzten in Bhutan stehen pro 1000 Einwohner rund 0,37 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 23 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser


Nur rund 36 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen fließendem Trinkwasseranschluss. Zumindest über Quellen und Brunnen in einer Entfernung von maximal 30 Minuten oder angeliefertes Wasser erreichen 97% der Bevölkerung eine Versorgung mit weitestgehend sauberem Trinkwasser. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 71% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 97%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)