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Bevölkerungswachstum
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Bevölkerungswachstum in China

In den Jahren 1960 bis 2019 stieg die Einwohnerzahl in China von 667,07 Mio auf 1,40 Mrd. Dies bedeutet einen Anstieg um 109,5 Prozent in 59 Jahren. Den höchsten Anstieg verzeichnete China im Jahr 1966 mit 2,83%. Den größten Rückgang im Jahr 1961 mit -1,01%. Im gleichen Zeitraum stieg die Gesamtbevölkerung aller Länder weltweit um 152,9 Prozent.

Das Durchschnittsalter in China ist von 2012 bis 2013 um 2,28 Jahre von 35,12 auf 37,40 Jahre gestiegen (Medianwert).

Rund 60% der Einwohner leben in den größeren Städten des Landes. Dieser zunehmende Trend der Urbanisierung steigert sich jährlich um 2,3%.

Bevölkerungswachstum im internationalen Vergleich



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Bevölkerungsentwicklung in China seit 1960

(Angaben in Millionen Einwohnern)

Bevölkerungsentwicklung Chinas

Die erste Volkszählung der seit 1949 bestehenden Volksrepublik China hab es erst im Jahr 1953. Zuvor lagen die Schätzungen bei 510 Millionen Einwohner, erfasst wurden aber in diesem Zensus 580 Millionen. Mao Tse-tung, damaliger Regierungschef und Vorsitzender der Kommunistischen Partei sah eine hohe Bevölkerungszahl zunächst als positiv an. Gleichzeitig sah man aber auch die Probleme, die mit einer hohen Einwohnerzahl zusammen hingen: In urbanen Gebieten stieg die Arbeitslosigkeit, weil keine ausreichenden Arbeitsplätze zur Verfügung standen. Gleichzeitig wurden landwirtschaftliche Betriebe aufgrund der Urbanisierung nicht optimal genutzt.

Die Ein-Kind-Politik

Anfang der 50er Jahre entschloss sich die Partei daher zu den ersten Versuchen, das Bevölkerungswachstum einzudämmen. Diese wurden in den folgenden Jahrzehnten forciert und es kam ab 1973 zur "Ein-Kind-Politik", wonach jede chinesische Familie nur noch ein Kind haben durfte. Befolgte man diese nicht, so wurde dies mit hohen Kosten sanktioniert. Renten, Arzt- und Ausbildungskosten wurden erhöht, Landwirte bekamen weniger Land und selbst die Renten wurden reduziert. Erst nach 2005 wurden viele der Regeln gelockert, so dass es bald zu einer Geburtenziffer (Anzahl der Kinder pro Frau) von 1,5 kam.

Alterspyramide China Die Umsetzung der Ein-Kind-Politik brachte nach westlicher Auffassung eine übergroße Anzahl verwöhnter Einzelkinder mit sich, die anders als in anderen Ländern weniger selbstständig waren. Zugleich blieben weitere Kinder in den späteren Jahren einer Ehe aus, weshalb man bald mit einer Überalterung der Gesellschaft rechnete. Aus kulturellen Gründen wünschten sie Eltern vorwiegend Söhne, weshalb in der Folge weibliche Föten häufiger abgetrieben wurden, als männliche. Das normale Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen liegt üblicherweise bei 1,05 Jungen zu 1 Mädchen. Ende des letzten Jahrhunderts lag diese Rate in China bei 1,2 zu 1.

Erst im Oktober 2015 beendete man die bis dahin immer weiter gelockerten Gesetze und schaffte die Limitierung ab. Im Jahr 2016 wurde allerdings eine Zwei-Kind-Politik ins Spiel gebracht, die man nun verstärkt verfolgen wolle. Entgegen der Erwartungen, die Geburtenrate würde nun spürbar steigen, ergab ein Zensus im Jahr 2020 einen deutlichen Rückgang. Zwar stieg die Rate im Jahr 2016 kurzzeitig an, sank dann aber erneut. Zuletzt wurde ein Rückgang um jährlich 15% ermittelt.


JahrBevölkerung
China
VeränderungGeburtenrateSterberateBevölkerung
Welt
Veränderung
1961660,33 Mio-1,01 %  3.075 Mio1,35 %
1962665,77 Mio0,82 %  3.128 Mio1,72 %
1963682,34 Mio2,49 %  3.193 Mio2,07 %
1964698,36 Mio2,35 %  3.258 Mio2,05 %
1965715,19 Mio2,41 %  3.325 Mio2,05 %
1966735,40 Mio2,83 %  3.395 Mio2,10 %
1967754,55 Mio2,60 %  3.464 Mio2,05 %
1968774,51 Mio2,65 %  3.535 Mio2,03 %
1969796,03 Mio2,78 %  3.609 Mio2,11 %
1970818,32 Mio2,80 %  3.685 Mio2,09 %
1971841,11 Mio2,78 %  3.762 Mio2,10 %
1972862,03 Mio2,49 %  3.839 Mio2,04 %
1973881,94 Mio2,31 %  3.915 Mio1,98 %
1974900,35 Mio2,09 %  3.991 Mio1,96 %
1975916,40 Mio1,78 %  4.066 Mio1,87 %
1976930,69 Mio1,56 %  4.139 Mio1,79 %
1977943,46 Mio1,37 %  4.212 Mio1,75 %
1978956,17 Mio1,35 %  4.286 Mio1,75 %
1979969,01 Mio1,34 %17,8 ‰6,2 ‰4.358 Mio1,68 %
1980981,24 Mio1,26 %18,2 ‰6,3 ‰4.434 Mio1,75 %
1981993,89 Mio1,29 %20,9 ‰6,4 ‰4.512 Mio1,76 %
19821.008,63 Mio1,48 %22,3 ‰6,6 ‰4.593 Mio1,80 %
19831.023,31 Mio1,46 %20,2 ‰6,9 ‰4.675 Mio1,78 %
19841.036,83 Mio1,32 %19,9 ‰6,8 ‰4.757 Mio1,75 %
19851.051,04 Mio1,37 %21,0 ‰6,8 ‰4.840 Mio1,75 %
19861.066,79 Mio1,50 %22,4 ‰6,9 ‰4.926 Mio1,77 %
19871.084,04 Mio1,62 %23,3 ‰6,7 ‰5.014 Mio1,78 %
19881.101,63 Mio1,62 %22,4 ‰6,6 ‰5.102 Mio1,77 %
19891.118,65 Mio1,54 %21,6 ‰6,5 ‰5.191 Mio1,74 %
19901.135,19 Mio1,48 %21,1 ‰6,7 ‰5.281 Mio1,74 %
19911.150,78 Mio1,37 %19,7 ‰6,7 ‰5.369 Mio1,66 %
19921.164,97 Mio1,23 %18,3 ‰6,6 ‰5.453 Mio1,57 %
19931.178,44 Mio1,16 %18,1 ‰6,6 ‰5.538 Mio1,56 %
19941.191,84 Mio1,14 %17,7 ‰6,5 ‰5.623 Mio1,52 %
19951.204,86 Mio1,09 %17,1 ‰6,6 ‰5.708 Mio1,51 %
19961.217,55 Mio1,05 %17,0 ‰6,6 ‰5.790 Mio1,45 %
19971.230,08 Mio1,03 %16,6 ‰6,5 ‰5.873 Mio1,43 %
19981.241,94 Mio0,96 %15,6 ‰6,5 ‰5.955 Mio1,39 %
19991.252,74 Mio0,87 %14,6 ‰6,5 ‰6.035 Mio1,35 %
20001.262,65 Mio0,79 %14,0 ‰6,5 ‰6.115 Mio1,32 %
20011.271,85 Mio0,73 %13,4 ‰6,4 ‰6.194 Mio1,30 %
20021.280,40 Mio0,67 %12,9 ‰6,4 ‰6.274 Mio1,28 %
20031.288,40 Mio0,62 %12,4 ‰6,4 ‰6.353 Mio1,26 %
20041.296,08 Mio0,60 %12,3 ‰6,4 ‰6.432 Mio1,25 %
20051.303,72 Mio0,59 %12,4 ‰6,5 ‰6.513 Mio1,25 %
20061.311,02 Mio0,56 %12,1 ‰6,8 ‰6.594 Mio1,24 %
20071.317,89 Mio0,52 %12,1 ‰6,9 ‰6.675 Mio1,24 %
20081.324,66 Mio0,51 %12,1 ‰7,1 ‰6.758 Mio1,24 %
20091.331,26 Mio0,50 %12,1 ‰7,1 ‰6.841 Mio1,22 %
20101.337,71 Mio0,48 %11,9 ‰7,1 ‰6.922 Mio1,19 %
20111.344,13 Mio0,48 %11,9 ‰7,1 ‰7.003 Mio1,17 %
20121.350,70 Mio0,49 %12,1 ‰7,2 ‰7.086 Mio1,18 %
20131.357,38 Mio0,49 %12,1 ‰7,2 ‰7.170 Mio1,18 %
20141.364,27 Mio0,51 %12,4 ‰7,2 ‰7.254 Mio1,18 %
20151.371,22 Mio0,51 %12,1 ‰7,1 ‰7.339 Mio1,17 %
20161.378,67 Mio0,54 %13,0 ‰7,1 ‰7.424 Mio1,16 %
20171.386,40 Mio0,56 %12,4 ‰7,1 ‰7.509 Mio1,14 %
20181.392,73 Mio0,46 %10,9 ‰7,1 ‰7.592 Mio1,10 %
20191.397,72 Mio0,36 %10,5 ‰7,1 ‰7.674 Mio1,08 %


Bevölkerungswachstum

Sterbe- und Geburtenraten in China

Das Bevölkerungswachstum ergibt sich aus der Geburtenrate, der Sterberate und der Migrationsrate. Am Beispiel des Jahres 2019 in der Grafik: Die Einwohnerzahl in China stieg um rund 4.985.000 Einwohner an. Im selben Jahr lag die Sterberate bei 7,1 pro 1000 Einwohner (~ 9.888.000 Fälle) und die Geburtenrate bei 10,5 pro 1000 Einwohner (~ 14.624.000 Geburten). Demzufolge müssen circa 249.000 Einwohner durch Migration aus anderen Ländern hinzugekommen sein.

Im Durchschnitt der letzten 10 Jahre starben 9.748.797 Menschen pro Jahr in China. Die Anzahl der Geburten lag bei jährlich 16.312.044.

Die Entwicklung der Geburten und Todesfälle ist in der folgenden Grafik gegenübergestellt. Alle Angaben beziehen sich auf Geburten bzw. Sterbefälle pro 1000 Einwohner.





Geburtenrate      
Sterberate