vgwort

Bevölkerungswachstum in China

In den Jahren 1960 bis 2017 stieg die Bevölkerungszahl in China von 667,07 Millionen auf 1,39 Milliarden Einwohner. Dies bedeutet einen Anstieg um 107,8 Prozent in 57 Jahren. Den höchsten Anstieg verzeichnete China im Jahr 1966 mit 2,83%. Den größten Rückgang im Jahr 1961 mit -1,01%.

Im gleichen Zeitraum stieg die Gesamtbevölkerung aller Länder weltweit um 148,2 Prozent.

Bevölkerungswachstum im internationalen Vergleich



Zurück zur Übersicht: China

Bevölkerungsentwicklung in China seit 1960

(Angaben in Millionen Einwohnern)



Bevölkerungsentwicklung Chinas

Die erste Volkszählung der seit 1949 bestehenden Volksrepublik China hab es erst im Jahr 1953. Zuvor lagen die Schätzungen bei 510 Millionen Einwohner, erfasst wurden aber in diesem Zensus 580 Millionen. Mao Tse-tung, damaliger Regierungschef und Vorsitzender der Kommunistischen Partei sah eine hohe Bevölkerungszahl zunächst als positiv an. Gleichzeitig sah man aber auch die Probleme, die mit einer hohen Einwohnerzahl zusammen hingen: In urbanen Gebieten stieg die Arbeitslosigkeit, weil keine ausreichenden Arbeitsplätze zur Verfügung standen. Gleichzeitig wurden landwirtschaftliche Betriebe aufgrund der Urbanisierung nicht optimal genutzt.

Die Ein-Kind-Politik

Anfang der 50er Jahre entschloss sich die Partei daher zu den ersten Versuchen, das Bevölkerungswachstum einzudämmen. Diese wurden in den folgenden Jahrzehnten forciert und es kam ab 1973 zur "Ein-Kind-Politik", wonach jede chinesische Familie nur noch ein Kind haben durfte. Befolgte man diese nicht, so wurde dies mit hohen Kosten sanktioniert. Renten, Arzt- und Ausbildungskosten wurden erhöht, Landwirte bekamen weniger Land und selbst die Renten wurden reduziert. Erst nach 2005 wurden viele der Regeln gelockert, so dass es bald zu einer Geburtenziffer (Anzahl der Kinder pro Frau) von 1,5 kam.

Alterspyramide China Die Umsetzung der Ein-Kind-Politik brachte nach westlicher Auffassung eine übergroße Anzahl verwöhnter Einzelkinder mit sich, die anders als in anderen Ländern weniger selbstständig waren. Zugleich blieben weitere Kinder in den späteren Jahren einer Ehe aus, weshalb man bald mit einer Überalterung der Gesellschaft rechnete. Aus kulturellen Gründen wünschten sie Eltern vorwiegend Söhne, weshalb in der Folge weibliche Föten häufiger abgetrieben wurden, als männliche. Das normale Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen liegt üblicherweise bei 1,05 Jungen zu 1 Mädchen. Ende des letzten Jahrhunderts lag diese Rate in China bei 1,2 zu 1.

Erst im Oktober 2015 beendete man die bis dahin immer weiter gelockerten Gesetze und schaffte die Limitierung ab. Im Jahr 2016 wurde allerdings eine Zwei-Kind-Politik ins Spiel gebracht, die man nun verstärkt verfolgen wolle.


JahrBevölkerung
China
VeränderungGeburtenrateSterberate Bevölkerung
Welt
Veränderung
1961660,33 Mio-1,01 %  3.075 Mio1,35 %
1962665,77 Mio0,82 %  3.128 Mio1,72 %
1963682,34 Mio2,49 %  3.193 Mio2,07 %
1964698,36 Mio2,35 %  3.258 Mio2,05 %
1965715,19 Mio2,41 %  3.325 Mio2,05 %
1966735,40 Mio2,83 %  3.395 Mio2,10 %
1967754,55 Mio2,60 %  3.464 Mio2,05 %
1968774,51 Mio2,65 %  3.535 Mio2,03 %
1969796,03 Mio2,78 %  3.609 Mio2,11 %
1970818,32 Mio2,80 %  3.685 Mio2,09 %
1971841,11 Mio2,78 %  3.762 Mio2,10 %
1972862,03 Mio2,49 %  3.839 Mio2,04 %
1973881,94 Mio2,31 %  3.915 Mio1,98 %
1974900,35 Mio2,09 %  3.991 Mio1,96 %
1975916,40 Mio1,78 %  4.066 Mio1,87 %
1976930,69 Mio1,56 %  4.139 Mio1,79 %
1977943,46 Mio1,37 %  4.212 Mio1,75 %
1978956,17 Mio1,35 %  4.286 Mio1,75 %
1979969,01 Mio1,34 %17,8 ‰6,2 ‰4.363 Mio1,80 %
1980981,24 Mio1,26 %18,2 ‰6,3 ‰4.439 Mio1,75 %
1981993,89 Mio1,29 %20,9 ‰6,4 ‰4.518 Mio1,77 %
19821.008,63 Mio1,48 %22,3 ‰6,6 ‰4.599 Mio1,80 %
19831.023,31 Mio1,46 %20,2 ‰6,9 ‰4.681 Mio1,78 %
19841.036,83 Mio1,32 %19,9 ‰6,8 ‰4.763 Mio1,75 %
19851.051,04 Mio1,37 %21,0 ‰6,8 ‰4.846 Mio1,75 %
19861.066,79 Mio1,50 %22,4 ‰6,9 ‰4.932 Mio1,77 %
19871.084,04 Mio1,62 %23,3 ‰6,7 ‰5.020 Mio1,78 %
19881.101,63 Mio1,62 %22,4 ‰6,6 ‰5.109 Mio1,77 %
19891.118,65 Mio1,54 %21,6 ‰6,5 ‰5.198 Mio1,74 %
19901.135,19 Mio1,48 %21,1 ‰6,7 ‰5.288 Mio1,74 %
19911.150,78 Mio1,37 %19,7 ‰6,7 ‰5.376 Mio1,66 %
19921.164,97 Mio1,23 %18,3 ‰6,6 ‰5.460 Mio1,56 %
19931.178,44 Mio1,16 %18,1 ‰6,6 ‰5.545 Mio1,56 %
19941.191,84 Mio1,14 %17,7 ‰6,5 ‰5.629 Mio1,52 %
19951.204,86 Mio1,09 %17,1 ‰6,6 ‰5.714 Mio1,51 %
19961.217,55 Mio1,05 %17,0 ‰6,6 ‰5.797 Mio1,45 %
19971.230,08 Mio1,03 %16,6 ‰6,5 ‰5.879 Mio1,43 %
19981.241,94 Mio0,96 %15,6 ‰6,5 ‰5.961 Mio1,39 %
19991.252,74 Mio0,87 %14,6 ‰6,5 ‰6.041 Mio1,35 %
20001.262,65 Mio0,79 %14,0 ‰6,5 ‰6.121 Mio1,32 %
20011.271,85 Mio0,73 %13,4 ‰6,4 ‰6.201 Mio1,30 %
20021.280,40 Mio0,67 %12,9 ‰6,4 ‰6.280 Mio1,28 %
20031.288,40 Mio0,62 %12,4 ‰6,4 ‰6.359 Mio1,26 %
20041.296,08 Mio0,60 %12,3 ‰6,4 ‰6.439 Mio1,26 %
20051.303,72 Mio0,59 %12,4 ‰6,5 ‰6.520 Mio1,25 %
20061.311,02 Mio0,56 %12,1 ‰6,8 ‰6.601 Mio1,25 %
20071.317,89 Mio0,52 %12,1 ‰6,9 ‰6.683 Mio1,24 %
20081.324,66 Mio0,51 %12,1 ‰7,1 ‰6.766 Mio1,24 %
20091.331,26 Mio0,50 %12,1 ‰7,1 ‰6.849 Mio1,23 %
20101.337,71 Mio0,48 %11,9 ‰7,1 ‰6.933 Mio1,22 %
20111.344,13 Mio0,48 %11,9 ‰7,1 ‰7.015 Mio1,19 %
20121.350,70 Mio0,49 %12,1 ‰7,2 ‰7.099 Mio1,20 %
20131.357,38 Mio0,49 %12,1 ‰7,2 ‰7.185 Mio1,21 %
20141.364,27 Mio0,51 %12,4 ‰7,2 ‰7.271 Mio1,20 %
20151.371,22 Mio0,51 %12,1 ‰7,1 ‰7.357 Mio1,19 %
20161.378,67 Mio0,54 %13,0 ‰7,1 ‰7.444 Mio1,18 %
20171.386,40 Mio0,56 %12,4 ‰7,1 ‰7.530 Mio1,15 %


Sterbe- und Geburtenraten in China

Das Bevölkerungswachstum ergibt sich aus der Geburtenrate, der Sterberate und der Migrationsrate. Am Beispiel des Jahres 2017 in der Grafik: Die Einwohnerzahl in China stieg um rund 7.730.000 Einwohner an. Im selben Jahr lag die Sterberate bei 7,1 pro 1000 Einwohner (~ 9.802.000 Fälle) und die Geburtenrate bei 12,4 pro 1000 Einwohner (~ 17.137.000 Geburten). Demzufolge müssen circa 395.000 Einwohner durch Migration aus anderen Ländern hinzugekommen sein.

Die Entwicklung der Geburten und Todesfälle ist in der folgenden Grafik gegenübergestellt. Alle Angaben beziehen sich auf Geburten bzw. Sterbefälle pro 1000 Einwohner.





Geburtenrate      
Sterberate