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Corona-Virus und Gesundheitswesen in China

Gesundheitswesen in China

Die Effizienz des Gesundheitswesens in China ist im weltweiten Vergleich eher überdurchschnittlich.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in China für Männer bei 74,5 und für Frauen bei 79,1 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 4,2 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 438,68 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 5,4% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,54 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in China

Bis zum 12. April 2021 wurden im Land 102.056 Infizierte und 4.843 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im Januar 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 102.056 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,0073% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 14. Kalenderwoche (05.04.2021 bis 11.04.2021) bei 196 und somit bei 0,0 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in China eine Sterblichkeit von 4,7%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 101.860 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in China eine neue Sterblichkeitsrate von 4,7%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
14/20211962
13/20211840
12/20211252
11/20211780
10/20212411
09/20211673
08/20211912
07/20211754
06/20212117
05/20213255

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße175 cm163 cm
BMI24,123,5
Gewicht73,5 kg62,2 kg

Krankheiten

ChinaØ weltweit
Diabetes *9,20%8,81%
Tuberkulose0,06%0,13%
Malaria0,0%5,7%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

ChinaØ weltweit
Masern99,0%85,7%
Hepatitis B0,10%0,09%
DTP *9,90%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In China sind noch 24,7% aller über 15-Jährigen Raucher.
5 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in ChinaDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in China ist überdurchschnittlich gut, erreicht jedoch nicht den Durchschnitt, der beispielsweise innerhalb der EU erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 4,2 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 2 Mio ausgebildeten Ärzten in China stehen pro 1000 Einwohner rund 1,79 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch den niedrigen Versorgungsstand kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten nur in vergleichsweise wenigen Fällen reduziert werden. Nach aktuellem Stand sterben immer noch etwa 17 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)