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Das Klima in Indien

Durchschnittliche Tages- und Nachttemperaturen

Alle Klimadiagramme dieser Seite ergeben sich aus den gesammelten Daten von 89 Messstationen.
Wetterstationen in einer Höhe über 920m wurden nicht mehr berücksichtigt.
Alle Daten entsprechen den durchschnittlichen Monatswerten der letzten 20 Jahre.
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Klimazone: Die nördlichen Landesteile Indiens liegen in den Subtropen, die südlicheren Gebiete in den Tropen.
Das Klima in Indien ist mit einem Jahresdurchschnitt von 32 Grad sehr warm, hat aber nur wenig wirklich tropische und schwüle Monate. Es ist ganzjährig warm bis heiß und lädt zum Baden bei durchschnittlichen Wassertemperaturen von 28 Grad ein. Die wärmste und zugleich regenreichste Großregion ist Zentral. Die kälteste ist Nordost. Die beste Reisezeit ist aufgrund der trockeneren Jahreszeit von November bis April. Die häufigsten Regentage gibt es von Juni bis September.
Tageslängen und Sonnenstände in Indien
Klima mit anderen Regionen oder Ländern vergleichen
Sonnenstunden/TagSonnenstunden pro Tag in Indien
Regentage/MonatRegentage pro Monat in Indien
Niederschlagsmengen in mm/TagNiederschlag in Indien
WassertemperaturWassertemperaturen in Indien
Relative Luftfeuchtigkeit in %Relative Luftfeuchtigkeit in Indien
Absolute Luftfeuchte in g/m³Absolute Luftfeuchtigkeit in Indien

Großregionen in Indien

Alle Angaben pro Jahr. Für detaillierte Klimadaten klicken Sie auf den Namen der Region.
GroßregionHöchsttemperatur
Ø Tag
Tiefsttemperatur
Ø Nacht
Sonnen-
stunden
Regen-
tage
Nieder-
schlag
Luft-
feuchte
Andamanen und Nikobaren30,6 °C24,2 °C1.971 h158 3.113 l79,0 %
Nord31,5 °C18,3 °C2.592 h44 653 l53,0 %
Nordost30,5 °C21,0 °C1.971 h130 2.190 l75,0 %
Ost31,5 °C21,1 °C1.935 h102 1.580 l69,0 %
Süd32,4 °C21,9 °C2.263 h89 1.500 l67,0 %
West32,4 °C21,0 °C2.592 h71 1.197 l62,0 %
Zentral32,8 °C19,9 °C2.446 h67 1.033 l56,0 %

Temperaturrekorde der letzten 73 Jahre

Die heißeste seit 1949 bis September 2022 gemessene Temperatur wurde von der Wetterstation Bikaner gemeldet. Im Mai 2016 wurde hier die Rekordtemperatur von 49,5 °C gemessen. Den heißesten Sommer von Juli bis September, bezogen auf alle 49 Wetterstationen in Indien unter 920 Höhenmetern, verzeichnete man im Jahr 1987 bei durchschnittlichen 29,0 °C. Diese Durchschnittstemperatur wird im Regelfall alle 4 bis 6 Stunden erhoben werden, bezieht also auch die Nächte mit ein. Im Normalfall liegt dieser Wert bei 28,1 Grad Celsius.
Den kältesten Tag in diesen 73 Jahren vermeldete die Wetterstation Amritsar. Hier fiel die Temperatur im Januar 2005 auf -2,6 °C. Amritsar liegt dabei auf einer Höhe von 234 Metern über dem Meeresspiegel. Den kältesten Winter (Januar bis März) gab es im Jahr 1978 bei nur durchschnittlichen 20,8 °C. Üblich sind in Indien etwa 2,4 Grad mehr bei 23,2 °C für diesen Dreimonatszeitraum.
Die meisten Niederschläge fielen im Juli 1968. Mit Ø 55,5 mm pro Tag erfasste die Wetterstation Mangalore die höchsten Werte der letzten 73 Jahre. Die auf das ganze Jahr bezogen regenreichste Region befindet sich übrigens an der Wetterstation Mangaluru Airp. Die trockenste Gegend liegt bei Bikaner.

Langzeitentwicklung der Temperaturen von 1990 - 2021

Anders als bei einzelnen Rekordwerten kann man eine Langzeitentwicklung nicht einfach über alle Wetterstationen des Landes herbeiführen. Sowohl die Anzahl als auch die Standorte ändern sich ständig. Ein simpel errechneter Durchschnittswert würde ein verfälschtes Ergebnis ergeben. Kommen in einem Jahr mehrere Messstationen in besonders kalten Berg- oder Küstenregionen hinzu, würde der Durchschnitt allein hierdurch bereits sinken. Fällt eine Station über die Sommer- oder Wintermonate aus, liefert sie keine Werte und verfälscht den Schnitt erneut. Die nachfolgende Langzeitentwicklung wurde daher auf nur 4 Messpunkte reduziert, um über einen möglichst langen Zeitraum tatsächlich vergleichbare Daten zu haben.
In den Jahren 1990 bis 2021 gab es im ganzen Land nur diese 4 Wetterstationen, die durchgehend Temperaturwerte gemeldet haben (New Delhi Safdarjung, Mumbai Colaba, Hyderabad, Machilipatnam). Aus diesen Wetterberichten haben wir eine Langzeitentwicklung erstellt, die die monatlichen Durchschnittstemperaturen darstellt. Der heißeste Monat in diesem gesamten Zeitraum war der Mai 1998 mit 33,3 °C. Der Januar 1995 war mit durchschnittlichen 20,5 °C der kälteste Monat.
Die Jahresdurchschnittstemperatur lag in den Jahren nach 1990 bei ungefähr 26,9 °C und in den letzten Jahren vor 2021 bei rund 27,4 °C. Sie hat sich also in den vergangenen 32 Jahren eher moderat um ungefähr 0,6 °C erhöht. Diese Tendenz gilt allerdings nur für die ausgewählten 4 Wetterstationen in Indien. Eine erheblich umfangreicher angelegte Auswertung des globalen Temperaturanstiegs haben wir separat zur Verfügung gestellt.
Langzeitentwicklung der Temperaturen in Indien

Datenbasis und Methodik

Die Daten der einzelnen Messtationen basieren auf den Archiven des Deutschen Wetterdienstes, Einzelwerte gemittelt und um eigene Elemente ergänzt. Um einen repräsentativen Landesdurchschnitt zu ermitteln, wurden zunächst Durchschnittswerte pro Landesteil gebildet, die anschließend auf Landesebene zusammengefasst wurden. Befinden sich also überproportional viele Wetterstationen in einem eng umgrenzten Gebiet, so beeinflusst deren Anzahl nicht den Landesdurchschnitt. In Indien selbst befinden sich 50 Stationen. In 39 Fällen wurden zudem benachbarte, aber nahegelegene Wetterstationen herangezogen, um genauere Werte zu erzielen.
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