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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Japan

Gesundheitswesen in Japan

Das Gesundheitswesen in Japan ist eines der effektivsten weltweit.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Japan für Männer bei 81,6 und für Frauen bei 87,7 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 11,9 Jahre niedriger (Männer: 70,6 / Frauen: 75,1 Jahre).

Insgesamt wird pro Einwohner eine Summe von 3.686,88 Euro veranschlagt, die jährlich auf Staatskosten für gesundheitliche Maßnahmen ausgegeben wird. Dies entspricht circa 10,7% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 948,65 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Japan

Aktuelle Inzidenz in der Woche bis zum 01.10.2022: 212,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner

Seit Beginn der Pandemie bis zum 1. Oktober 2022 wurden in Japan 21.187.043 Infizierte und 44.551 Todesfälle gemeldet.

Die insgesamt 21.187.043 infizierten Menschen entsprechen aktuell einem Anteil von 16,75% der Gesamtbevölkerung. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der letzten sieben Tage vor dem 1. Oktober 2022 bei 268.200 und somit bei einer 7-Tage-Inzidenz von 212,1 Fällen pro 100.000 Einwohnern. In der selben Woche sind 374 Menschen an (oder mit) Covid-19 gestorben. Seit Ausbruch der Pandemie ergibt sich hieraus in Japan eine Sterblichkeitsrate von etwa 0,2 Prozent.

Aktueller Impfstatus

Nach offiziellen Angaben der WHO sind zum Stichtag am 16. September 2022 insgesamt 321,04 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Neuere Angaben liegen der WHO noch nicht vor. 104,18 Millionen Menschen haben mindestens eine Impfung erhalten (82,4%). Die Booster-Impfung erhielten 82,00 Millionen Personen (64,8%).

102,77 Millionen davon gelten in Japan als vollständig geimpft (= 81,3%).
Damit gehört Japan bei der Impfversorgung noch zu den besseren Ländern. In 37 Ländern liegt die Impfquote höher.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße172 cm158 cm
BMI23,621,9
Gewicht69,5 kg54,8 kg

Krankheiten

JapanØ weltweit
Diabetes *5,60%8,81%
Tuberkulose0,12‰1,27‰
HIV / Aids0,00%0,03%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

JapanØ weltweit
Masern98,0%82,5%
Hepatitis B0,09%0,08%
DTP *9,60%8,21%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Japan sind noch 20,1% aller über 15-Jährigen Raucher.
9 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in JapanDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Japan ist überdurchschnittlich gut und übersteigt zudem den Durchschnitt, der in den EU-Staaten erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 13,0 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,9 Betten. Innerhalb der EU stehen 4,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 303.000 ausgebildeten Ärzten in Japan stehen pro 1000 Einwohner rund 2,41 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher bekannter Krankheiten in einem überdurchschnittlichen Maße reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 8 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Als eines der wenigen Länder bietet Japan nahezu seiner gesamten Bevölkerung (98,57 Prozent) einen Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen, fließendem Trinkwasseranschluss. Der Bevölkerungsanteil, der durch zusätzliche Versorgung über Quellen und Brunnen oder angeliefertes Trinkwasser erreicht wird, liegt bei 99%. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 74% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 98%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

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