Corona-Virus und Gesundheitswesen in Japan

Gesundheitswesen in Japan

Das Gesundheitswesen in Japan ist eines der effektivsten weltweit.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Japan für Männer bei 81,1 und für Frauen bei 87,3 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 11,7 Jahre niedriger (Männer: 70,2 / Frauen: 74,7 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 3.781,18 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 10,9% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 3.781,18 Euro (~ 10,0% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Japan

Von der Corona-Pandemie und der Ausbreitung des Sars-Covid-19 Virus sind auch die Einwohner in Japan betroffen. Bis zum 31. März 2020 wurden im Land 2.649 Infizierte und 63 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden am 14. Januar 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein. Den bisherigen Höhepunkt erreichte das Land am 28. März mit 194 neuen Infizierten.

Die insgesamt 2.649 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,0021% der Gesamtbevölkerung des Landes.

Infizierte des Covid19-Virus in Japan
Tote durch das Covid19-Virus in Japan

Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten
Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Japan eine Sterblichkeit von 2,4%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 1.742 Infizierten bis vor 10 Tage in Relation setzen. Damit ergibt sich in Japan eine neue Sterblichkeitsrate von 3,6%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße171 cm158 cm
BMI23,621,9
Gewicht69,0 kg54,7 kg

Krankheiten

JapanØ weltweit
Diabetes *5,60%8,81%
Tuberkulose0,01%0,13%
HIV / Aids0,00%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

JapanØ weltweit
Masern97,0%86,0%
DTP *9,90%8,59%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.
In Japan sind noch 22,1% aller über 15-Jährigen Raucher.
10 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Japan ist überdurchschnittlich gut und übersteigt sogar den Durchschnitt, der in den EU-Staaten erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 13,4 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten und innerhalb der EU stehen sogar 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 305.000 ausgebildeten Ärzten in Japan stehen pro 1000 Einwohner rund 2,41 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 2,41.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher bekannter Krankheiten in einem überdurchschnittlichen Maße reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 8 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Als eines der wenigen Länder bietet Japan nahezu seiner gesamten seiner Bevölkerung (98,45 Prozent) einen Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen, fließendem Trinkwasseranschluss. Der Bevölkerungsanteil, der durch zusätzliche Versorgnung über Quellen und Brunnen oder angeliefertes Trinkwasser erreicht wird, liegt bei 99%. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 71% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 98%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.



Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD.