Corona-Virus und Gesundheitswesen in der Mongolei

Gesundheitswesen in der Mongolei

Das Gesundheitswesen in der Mongolei ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in der Mongolei für Männer bei 65,6 und für Frauen bei 74,0 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 2,8 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 132,90 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 4,0% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 132,90 Euro (~ 9,9% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in der Mongolei

Von der Corona-Pandemie und der Ausbreitung des Sars-Covid-19 Virus sind auch die Einwohner in der Mongolei betroffen. Bis zum 30. September 2020 wurden im Land 313 Infizierte aber noch keine Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden am 9. März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein. Den bisherigen Höhepunkt erreichte das Land am 15. Mai mit 74 neuen Infizierten.

Die insgesamt 313 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,0097% der Gesamtbevölkerung des Landes.

Infizierte des Covid19-Virus in der Mongolei

Der Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten.

Todesopfer wurden bislang nicht gemeldet. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Entwicklung der letzten Tage

DatumInfizierte Tote 
30. Sep0+0,0%0+∞
29. Sep0+0,0%0+∞
28. Sep0+0,0%0+∞
27. Sep0+0,0%0+∞
26. Sep0+0,0%0+∞
25. Sep0+0,0%0+∞
24. Sep0+0,0%0+∞
23. Sep0+0,0%0+∞
22. Sep0+0,0%0+∞
21. Sep1+0,3%0+∞

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße169 cm158 cm
BMI25,826,6
Gewicht73,7 kg66,4 kg

Krankheiten

MongoleiØ weltweit
Diabetes *4,70%8,81%
Tuberkulose0,43%0,13%
HIV / Aids0,00%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

MongoleiØ weltweit
Masern98,0%85,7%
Hepatitis B0,10%0,09%
DTP *9,80%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.
In der Mongolei sind noch 25,6% aller über 15-Jährigen Raucher.
5 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in der Mongolei ist überdurchschnittlich gut und übersteigt sogar den Durchschnitt, der in den EU-Staaten erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 7,0 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten und innerhalb der EU stehen sogar 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 9.310 ausgebildeten Ärzten in der Mongolei stehen pro 1000 Einwohner rund 2,89 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 30 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Der Graph zeigt die Entwicklung der Trinkwasserversorgung in der Mongolei. Grün dargestellt ist die direkte und permanente Versorgung mit geprüftem Trinkwasser. Die rote Linie zeigt an, welcher Bevölkerungsanteil mit zusätzlichen Maßnahmen versorgt wird. In diesem Fall werden alle Ursprünge wie geprüfte Quellen oder geliefertes Wasser mit einbezogen.

Trinkwasserversorgung in der Mongolei

Nur rund 24 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen fließendem Trinkwasseranschluss. Zumindest über Quellen und Brunnen in einer Entfernung von maximal 30 Minuten oder angeliefertes Wasser erreichen 83% der Bevölkerung eine Versorgung mit weitestgehend sauberem Trinkwasser. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 71% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 97%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.



Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die täglichen Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)