Terrorismus in Pakistan

Die Gefahr durch Terroranschläge in Pakistan ist in den letzten Jahren als extrem hoch einzustufen. Weltweit ist dies eines der am stärksten gefährdeten Länder mit den häufigsten und schwersten Attentaten. Über die letzten 5 Jahre gab es insgesamt 6988 erfasste terroristische Vorkommnisse, bei denen 8158 Menschen getötet und 14919 verletzt wurden. Darunter waren 207 Selbstmordattentate.

In 395 Fällen wurden insgesamt 2299 Menschen entführt oder als Geiseln genommen, es wurde jedoch nur selten (57 Mal) ein Lösegeld gefordert.

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Häufigste Anschlagsziele in Pakistan

(2012 bis 2016)

ZielAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Zivilpersonen18033.1706.575597
Polizei13931.7422.907469
Wirtschaft6375281.339301
Regierung5756251.227210
Bildungseinrichtungen450342514568
Anlagen zur Energieerzeugung/-leitung35418418
Militär3214961.03853
Religiöse Einrichtungen3168481.61225
Transport2753401.15364
Private Milizen26657747471


Am meisten betroffene Regionen

(2012 bis 2016)

RegionAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Khyber Pakhtunkhwa23092.6274.592891
Balochistan21242.2644.379937
Sindh13111.4632.47492
Federally Administered Tribal Areas8801.1651.940288
Punjab2675371.24317
Islamabad Capital Territory434812411
Gilgit-Baltistan254313462
Azad Kashmir8420
SIndh1200
Bolochistan1000


Terrororganisationen in Pakistan

OrganisationAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Taliban5482.3924.240634
Baloch Republican Army2089636626
Baloch Liberation Front9211085121
Lashkar-e-Jhangvi846641.192345
United Baloch Army8215550549
Baloch Liberation Army7912720654
Lashkar-e-Islam64178212176
Sindhu Desh Liberation Army5113590
Islamischer Staat472133087
Jaish-e-Islam241021201
Balochistan Liberation United Front2019490


Alle Daten stammen vom "National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism" (START) und deren Global Terrorism Database. Als terroristischer Akt werden alle Vorfälle angesehen, die ein politisches, wirtschaftliches, religiöses oder soziales Ziel hatten, jedoch nicht rein persönlichen Motiven folgten. Zusätzlich darf der Akt nicht durch ein Kriegsrecht gerechtfertigt sein, muss also den Genfer Konventionen von 1949 widersprechen.