Terrorismus in Pakistan

Die Gefahr durch Terroranschläge in Pakistan ist in den letzten Jahren als extrem hoch einzustufen. Weltweit ist dies eines der am stärksten gefährdeten Länder mit den häufigsten und schwersten Attentaten. Über die letzten 5 Jahre gab es insgesamt 6136 erfasste terroristische Vorkommnisse, bei denen 7129 Menschen getötet und 13070 verletzt wurden. Darunter waren 190 Selbstmordattentate.

In 372 Fällen wurden insgesamt 2166 Menschen entführt oder als Geiseln genommen, es wurde jedoch nur selten (49 Mal) ein Lösegeld gefordert.

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Häufigste Anschlagsziele in Pakistan

(2013 bis 2017)

ZielAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Zivilpersonen16122.7765.765598
Polizei12331.6262.432438
Regierung5315881.116178
Wirtschaft5244761.174251
Bildungseinrichtungen335328449569
Anlagen zur Energieerzeugung/-leitung31918418
Militär29348796443
Religiöse Einrichtungen2789202.00725
Transport22024374355
Politische Parteien20920542223


Am meisten betroffene Regionen

(2013 bis 2017)

RegionAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Balochistan20642.1153.965945
Khyber Pakhtunkhwa18782.1183.492821
Sindh11191.3482.44383
Federally Administered Tribal Areas7239211.763279
Punjab2605501.21317
Islamabad Capital Territory444812911
Gilgit-Baltistan1720288
Azad Kashmir10460
Bolochistan1000


Terrororganisationen in Pakistan

OrganisationAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Taliban4691.9613.678592
Baloch Republican Army2017223026
Baloch Liberation Front109126123142
Islamischer Staat8444684810
Baloch Liberation Army8013019855
United Baloch Army7313943549
Lashkar-e-Jhangvi687021.433343
Lashkar-e-Islam39126168158
Jaish-e-Islam2073841
Balochistan Liberation United Front2019490
Baloch Nationalists1924720


Alle Daten stammen vom "National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism" (START) und deren Global Terrorism Database. Als terroristischer Akt werden alle Vorfälle angesehen, die ein politisches, wirtschaftliches, religiöses oder soziales Ziel hatten, jedoch nicht rein persönlichen Motiven folgten. Zusätzlich darf der Akt nicht durch ein Kriegsrecht gerechtfertigt sein, muss also den Genfer Konventionen von 1949 widersprechen.