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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Sri Lanka

Gesundheitswesen in Sri Lanka

Die Effizienz des Gesundheitswesens in Sri Lanka ist im weltweiten Vergleich eher überdurchschnittlich.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Sri Lanka für Männer bei 73,6 und für Frauen bei 80,3 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 4,1 Jahre niedriger (Männer: 70,6 / Frauen: 75,0 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 137,86 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 3,8% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,76 Euro (~ 9,9% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Sri Lanka

Aktuell: 3,9 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 11. Oktober 2021 wurden im Land 526.383 Infizierte und 13.331 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im Februar 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 526.383 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 2,4% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 40. Kalenderwoche (04.10.2021 bis 10.10.2021) bei 5.951 und somit bei 3,9 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Sri Lanka eine Sterblichkeit von 2,5%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 520.432 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Sri Lanka eine neue Sterblichkeitsrate von 2,5%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
40/20215.951272
39/20216.823379
38/20219.118555
37/202118.569829
36/202123.1551.156
35/202141.2101.557
34/202131.5571.217
33/202131.3921.803
32/202128.614509
31/202118.645603

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße167 cm155 cm
BMI22,523,7
Gewicht63,1 kg57,3 kg

Krankheiten

Sri LankaØ weltweit
Diabetes *10,70%8,81%
Tuberkulose0,06%0,13%
Malaria0,0%5,7%
HIV / Aids0,00%0,03%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

Sri LankaØ weltweit
Masern99,0%85,7%
Hepatitis B0,10%0,08%
Tetanus9,9%0,0%
DTP *9,90%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Sri Lanka sind noch 22,9% aller über 15-Jährigen Raucher.
16 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in Sri LankaDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Sri Lanka ist überdurchschnittlich gut, erreicht jedoch nicht den Durchschnitt, der beispielsweise innerhalb der EU erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 3,6 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 21.000 ausgebildeten Ärzten in Sri Lanka stehen pro 1000 Einwohner rund 0,96 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch den niedrigen Versorgungsstand kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten nur in vergleichsweise wenigen Fällen reduziert werden. Nach aktuellem Stand sterben immer noch etwa 13 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)