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Das Klima in Südkorea

Durchschnittliche Tages- und Nachttemperaturen


Alle Klimadiagramme dieser Seite ergeben sich aus den gesammelten Daten von 11 Messstationen.
Alle Daten entsprechen den durchschnittlichen Monatswerten der letzten 20 Jahre.


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In Südkorea herrscht ein gemäßigtes Klima mit vier ausgeprägten Jahreszeiten, die anderen Ländern Ostasiens durchaus ähneln. Aufgrund der Lage am östlichen Ende des asiatischen Kontinents wird das Klima in Südkorea maßgeblich von den vorherrschenden Winden und Meeresströmungen des Pazifiks beeinflusst.

In den Wintermonaten von Dezember bis Februar ist das Wetter in Südkorea kalt und trocken, mit Durchschnittstemperaturen von 0°C bis -10°C im Norden. Im Süden liegen die Temperaturen etwa 5-10 Grad höher. In dieser Zeit fällt gelegentlich Schnee, vor allem in den Gebirgsregionen im Norden und Osten des Landes.

Im Frühling, also von März bis Mai, ist es mild und angenehm, mit Temperaturen zwischen 10°C und 20°C. Dies ist eine beliebte Reisezeit für Touristen, in der auch die Kirschblüten blühen und im ganzen Land Feste gefeiert werden.

Der Sommer ist heiß und feucht mit Temperaturen zwischen 25°C und 35°C. Diese Jahreszeit dauert von Juni bis August. Es ist gleichzeitig die Regenzeit, in der es im Land zu starken Regenfällen kommt. Besonders ausgeprägt macht sie sich an der Ostküste und in den südlichen Regionen bemerkbar.

In den Herbstmonaten von September bis November ist es eher mild und trocken, die Temperaturen liegen wie im Frühling zwischen 10 und 20 °C.
Tageslängen und Sonnenstände in Südkorea
Klima mit anderen Regionen oder Ländern vergleichen
Sonnenstunden/TagSonnenstunden pro Tag in Südkorea
Regentage/MonatRegentage pro Monat in Südkorea
Niederschlagsmengen in mm/TagNiederschlag in Südkorea
WassertemperaturWassertemperaturen in Südkorea
Relative Luftfeuchtigkeit in %Relative Luftfeuchtigkeit in Südkorea
Absolute Luftfeuchte in g/m³Absolute Luftfeuchtigkeit in Südkorea

Landesteile in Südkorea

Alle Angaben pro Jahr. Für detaillierte Klimadaten klicken Sie auf den Namen der Region.

LandesteilHöchsttemperatur
Ø Tag
Tiefsttemperatur
Ø Nacht
Sonnen-
stunden
Regen-
tage
Nieder-
schlag
Luft-
feuchte
Busan19,1 °C11,7 °C2.336 h80 1.526 l67,0 %
Chungcheongbuk-do18,7 °C8,8 °C2.263 h85 1.347 l
Chungcheongnam-do18,5 °C8,5 °C2.227 h86 1.325 l
Daejeon18,5 °C8,5 °C2.227 h86 1.325 l
Gangwon-do17,8 °C8,3 °C2.190 h83 1.416 l67,0 %
Gyeonggi-do17,3 °C8,3 °C2.263 h79 1.351 l69,0 %
Gyeongsangbuk-do19,0 °C10,9 °C2.336 h78 1.234 l67,0 %
Gyeongsangnam-do18,7 °C11,9 °C2.409 h77 1.526 l67,0 %
Incheon17,1 °C9,2 °C2.336 h78 1.325 l69,0 %
Jeju-do19,3 °C13,4 °C1.825 h96 1.500 l73,0 %
Jeollanam-do18,2 °C11,3 °C2.300 h79 1.343 l76,0 %
Seoul17,1 °C9,2 °C2.336 h78 1.325 l69,0 %

Temperaturrekorde der letzten 72 Jahre

Die heißeste seit 1951 bis Januar 2023 gemessene Temperatur wurde von der Wetterstation Seoul gemeldet. Im August 2018 wurde hier die Rekordtemperatur von 39,6 °C gemessen. Den heißesten Sommer von Juli bis September, bezogen auf alle 11 Wetterstationen in Südkorea , verzeichnete man im Jahr 1994 bei durchschnittlichen 25,7 °C. Diese Durchschnittstemperatur wird im Regelfall alle 4 bis 6 Stunden erhoben werden, bezieht also auch die Nächte mit ein. Im Normalfall liegt dieser Wert bei 23,9 Grad Celsius.

Den kältesten Tag in diesen 72 Jahren vermeldete die Wetterstation Chuncheon. Hier fiel die Temperatur im Januar 2001 auf -24,5 °C. Chuncheon liegt dabei auf einer Höhe von 79 Metern über dem Meeresspiegel. Den kältesten Winter (Januar bis März) gab es im Jahr 1951 bei nur durchschnittlichen -0,6 °C. Üblich sind in Südkorea etwa 3,9 Grad mehr bei 3,3 °C für diesen Dreimonatszeitraum.

Die meisten Niederschläge fielen im August 1998. Mit Ø 39,9 mm pro Tag erfasste die Wetterstation Seoul die höchsten Werte der letzten 72 Jahre. Die auf das ganze Jahr bezogen regenreichste Region befindet sich übrigens an der Wetterstation Busan. Die trockenste Gegend liegt bei Mokpo.




Langzeitentwicklung der Temperaturen von 1990 - 2022

Anders als bei einzelnen Rekordwerten kann man eine Langzeitentwicklung nicht einfach über alle Wetterstationen des Landes herbeiführen. Sowohl die Anzahl als auch die Standorte ändern sich ständig. Ein simpel errechneter Durchschnittswert würde ein verfälschtes Ergebnis ergeben. Kommen in einem Jahr mehrere Messstationen in besonders kalten Berg- oder Küstenregionen hinzu, würde der Durchschnitt allein hierdurch bereits sinken. Fällt eine Station über die Sommer- oder Wintermonate aus, liefert sie keine Werte und verfälscht den Schnitt erneut. Die nachfolgende Langzeitentwicklung wurde daher auf nur 3 Messpunkte reduziert, um über einen möglichst langen Zeitraum tatsächlich vergleichbare Daten zu haben.

In den Jahren 1990 bis 2022 gab es im ganzen Land nur diese 3 Wetterstationen, die durchgehend Temperaturwerte gemeldet haben (Mokpo, Busan, Gangneung). Aus diesen Wetterberichten haben wir eine Langzeitentwicklung erstellt, die die monatlichen Durchschnittstemperaturen darstellt. Der heißeste Monat in diesem gesamten Zeitraum war der Juli 1994 mit 28,1 °C. Der Januar 2011 war mit durchschnittlichen -1,9 °C der kälteste Monat.

Die Jahresdurchschnittstemperatur lag in den Jahren nach 1990 bei ungefähr 14,1 °C und in den letzten Jahren vor 2022 bei rund 14,7 °C. Sie hat sich also in den vergangenen 33 Jahren eher moderat um ungefähr 0,6 °C erhöht. Diese Tendenz gilt allerdings nur für die ausgewählten 3 Wetterstationen in Südkorea. Eine erheblich umfangreicher angelegte Auswertung des globalen Temperaturanstiegs haben wir separat zur Verfügung gestellt.

Langzeitentwicklung der Temperaturen in Südkorea

Datenbasis und Methodik

Die Daten der einzelnen Messtationen basieren auf den Archiven des Deutschen Wetterdienstes, Einzelwerte gemittelt und um eigene Elemente ergänzt. Um einen repräsentativen Landesdurchschnitt zu ermitteln, wurden zunächst Durchschnittswerte pro Landesteil gebildet, die anschließend auf Landesebene zusammengefasst wurden. Befinden sich also überproportional viele Wetterstationen in einem eng umgrenzten Gebiet, so beeinflusst deren Anzahl nicht den Landesdurchschnitt.
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