Laenderdaten.info
Corona-Virus und Gesundheitswesen in Südkorea

Gesundheitswesen in Südkorea

Die Effektivität des Gesundheitswesens in Südkorea ist im weltweiten Vergleich deutlich überdurchschnittlich.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Südkorea für Männer bei 79,7 und für Frauen bei 85,7 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 10,1 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 2.226,25 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 7,6% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,54 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


Zurück zur Übersicht: Südkorea

Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Südkorea

Aktuell: 1,2 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 12. April 2021 wurden im Land 110.146 Infizierte und 1.770 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im Januar 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 110.146 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,21% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 14. Kalenderwoche (05.04.2021 bis 11.04.2021) bei 4.394 und somit bei 1,2 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Südkorea eine Sterblichkeit von 1,6%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 105.752 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Südkorea eine neue Sterblichkeitsrate von 1,6%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
14/20214.39422
13/20213.61122
12/20213.06629
11/20213.05822
10/20213.20033
09/20212.78837
08/20212.70543
07/20213.45535
06/20212.68453
05/20212.67749

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße175 cm163 cm
BMI24,423,1
Gewicht74,7 kg61,0 kg

Krankheiten

SüdkoreaØ weltweit
Diabetes *6,90%8,81%
Tuberkulose0,06%0,13%
Malaria0,0%5,7%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

SüdkoreaØ weltweit
Masern98,0%85,7%
Hepatitis B0,10%0,09%
DTP *9,80%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Südkorea sind noch 22,0% aller über 15-Jährigen Raucher.
6 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in SüdkoreaDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Südkorea ist überdurchschnittlich gut und übersteigt zudem den Durchschnitt, der in den EU-Staaten erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 11,5 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 122.000 ausgebildeten Ärzten in Südkorea stehen pro 1000 Einwohner rund 2,37 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher bekannter Krankheiten in einem überdurchschnittlichen Maße reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 8 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Als eines der wenigen Länder bietet Südkorea nahezu seiner gesamten Bevölkerung (98,21 Prozent) einen Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen, fließendem Trinkwasseranschluss. Der Bevölkerungsanteil, der durch zusätzliche Versorgnung über Quellen und Brunnen oder angeliefertes Trinkwasser erreicht wird, liegt bei 100%. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 71% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 97%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)