Terrorismus in der Türkei

Die Gefahr durch Terroranschläge in der Türkei ist in den letzten Jahren als sehr hoch einzustufen. Verglichen mit anderen Ländern gibt es hier viele und auch folgenreiche Vorfälle. Über die letzten 5 Jahre gab es insgesamt 893 erfasste terroristische Vorkommnisse, bei denen 1212 Menschen getötet und 3577 verletzt wurden. Darunter waren 35 Selbstmordattentate.

In 64 Fällen wurden insgesamt 256 Menschen entführt oder als Geiseln genommen, es wurde jedoch nur selten (2 Mal) ein Lösegeld gefordert.

Themenseite: Terrorismus


Zurück zur Übersicht: Türkei

Häufigste Anschlagsziele in der Türkei

(2013 bis 2017)

ZielAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Zivilpersonen2996882.30751
Polizei2844301.5454
Wirtschaft77115289137
Militär6915535513
Regierung688926431
Bildungseinrichtungen4762024
Private Milizen3963673
Anlagen zur Energieerzeugung/-leitung196110
Transport175970
Journalisten179143


Am meisten betroffene Regionen

(2013 bis 2017)

RegionAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Diyarbakir14414562023
Sirnak10211325567
Istanbul891926412
Mardin82723073
Hakkari80739318
Van563017512
Kilis49241010
Tunceli32163014
Ankara272484620
Sanliurfa23461371
Bingol2114423
Bitlis161087
Siirt1661912
Gaziantep16651340
Hatay15691681
Mus14135
Izmir135140
Agri1315130
Adana109390
Kars95372


Terrororganisationen in der Türkei

OrganisationAnschlägeGetötetVerletztGeiseln
Kurdische Arbeiter Partei5865261.616251
Islamischer Staat724081.2710
Devrimici Halk Kurtulus Cephesi2011132
Peace at Home Council1777130
Kurdistan Freedom Hawks111374450
Turkish Communist Party/Marxist2101
Maoist Communist Party1020
Freie Syrische Armee1000
People's Defense Unit1130
Fetullah Terrorist Organization1250
Peoples' United Revolutionary Movement1120


Alle Daten stammen vom "National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism" (START) und deren Global Terrorism Database. Als terroristischer Akt werden alle Vorfälle angesehen, die ein politisches, wirtschaftliches, religiöses oder soziales Ziel hatten, jedoch nicht rein persönlichen Motiven folgten. Zusätzlich darf der Akt nicht durch ein Kriegsrecht gerechtfertigt sein, muss also den Genfer Konventionen von 1949 widersprechen.