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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Belgien

Gesundheitswesen in Belgien

Die Effektivität des Gesundheitswesens in Belgien ist im weltweiten Vergleich deutlich überdurchschnittlich.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Belgien für Männer bei 79,4 und für Frauen bei 83,9 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 9,0 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 4.388,30 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 10,3% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 4.388,30 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Belgien

Aktuell: 19,1 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 23. Februar 2021 wurden im Land 756.102 Infizierte und 21.941 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im Februar 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 756.102 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 6,6% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 7. Kalenderwoche (15.02.2021 bis 22.02.2021) bei 15.392 und somit bei 19,1 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Belgien eine Sterblichkeit von 2,9%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 740.710 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Belgien eine neue Sterblichkeitsrate von 2,9%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
07/202115.392211
06/202112.813280
05/202115.252303
04/202116.876297
03/202115.317372
02/202114.074345
01/202114.748384
53/202011.395456
52/202012.585534
51/202017.683654

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße179 cm164 cm
BMI26,825,7
Gewicht85,9 kg68,8 kg

Krankheiten

BelgienØ weltweit
Diabetes *4,60%8,81%
Tuberkulose0,01%0,13%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

BelgienØ weltweit
Masern96,0%85,7%
Hepatitis B0,10%0,09%
DTP *9,80%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Belgien sind noch 25,0% aller über 15-Jährigen Raucher.
7 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in BelgienDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Belgien ist überdurchschnittlich gut und übersteigt zudem den Durchschnitt, der in den EU-Staaten erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 6,2 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 38.200 ausgebildeten Ärzten in Belgien stehen pro 1000 Einwohner rund 3,32 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher bekannter Krankheiten in einem überdurchschnittlichen Maße reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 11 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Als eines der wenigen Länder bietet Belgien nahezu seiner gesamten Bevölkerung (99,52 Prozent) einen Zugang zu einem unmittelbar vorhandenen, fließendem Trinkwasseranschluss. Der Bevölkerungsanteil, der durch zusätzliche Versorgnung über Quellen und Brunnen oder angeliefertes Trinkwasser erreicht wird, liegt bei 100%. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 71% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 97%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)