Laenderdaten.info
Corona-Virus und Gesundheitswesen in Bosnien und Herzegowina

Gesundheitswesen in Bosnien und Herzegowina

Die Effizienz des Gesundheitswesens in Bosnien und Herzegowina ist im weltweiten Vergleich eher überdurchschnittlich.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Bosnien und Herzegowina für Männer bei 74,9 und für Frauen bei 79,9 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 4,6 Jahre niedriger (Männer: 70,6 / Frauen: 75,0 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 472,37 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 8,9% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,54 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


Zurück zur Übersicht: Bosnien und Herzegowina

Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Bosnien und Herzegowina

Aktuell: 1,9 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 7. Juni 2021 wurden im Land 204.410 Infizierte und 9.411 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 204.410 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 6,2% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 22. Kalenderwoche (31.05.2021 bis 06.06.2021) bei 432 und somit bei 1,9 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Bosnien und Herzegowina eine Sterblichkeit von 4,6%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
22/2021432178
21/2021828125
20/202166057
19/20211.273189
18/20212.756311
17/20212.490201
16/20214.817412
15/20216.456451
14/202111.220724
13/202111.446543

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße182 cm167 cm
BMI26,425,3
Gewicht87,1 kg70,6 kg

Krankheiten

Bosnien und HerzegowinaØ weltweit
Diabetes *9,00%8,81%
Tuberkulose0,03%0,13%
HIV / Aids0,00%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

Bosnien und HerzegowinaØ weltweit
Masern68,0%85,7%
Hepatitis B0,08%0,08%
DTP *7,30%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Bosnien und Herzegowina sind noch 38,3% aller über 15-Jährigen Raucher.
3 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in Bosnien und HerzegowinaDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Bosnien und Herzegowina ist überdurchschnittlich gut, erreicht jedoch nicht den Durchschnitt, der beispielsweise innerhalb der EU erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 3,5 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 6.600 ausgebildeten Ärzten in Bosnien und Herzegowina stehen pro 1000 Einwohner rund 2,00 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 19 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser


Etwa 89 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einem unmittelbar vorhandenem, fließendem Trinkwasseranschluss. Zumindest über Quellen und Brunnen in einer Entfernung von maximal 30 Minuten oder angeliefertes Wasser erreichen 96% der Bevölkerung eine Versorgnung mit weitestgehend sauberem Trinkwasser. Die Bevölkerung ist damit überdurchschnittlich gut versorgt. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 71% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 97%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)