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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Estland

Gesundheitswesen in Estland

Die Effizienz des Gesundheitswesens in Estland ist im weltweiten Vergleich eher überdurchschnittlich.
Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Estland für Männer bei 74,2 und für Frauen bei 82,7 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 5,6 Jahre niedriger (Männer: 70,6 / Frauen: 75,1 Jahre).
Insgesamt wird pro Einwohner eine Summe von 1.351,84 Euro veranschlagt, die jährlich auf Staatskosten für gesundheitliche Maßnahmen ausgegeben wird. Dies entspricht circa 6,7% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 948,65 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).
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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Estland

Aktuelle Inzidenz in der Woche bis zum 02.12.2022: 26,0 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner
Seit Beginn der Pandemie bis zum 2. Dezember 2022 wurden in Estland 609.297 Infizierte und 2.790 Todesfälle gemeldet.
Die insgesamt 609.297 infizierten Menschen entsprechen aktuell einem Anteil von 45,85% der Gesamtbevölkerung. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der letzten sieben Tage vor dem 2. Dezember 2022 bei 345 und somit bei einer 7-Tage-Inzidenz von 26,0 Fällen pro 100.000 Einwohnern. In der selben Woche sind neun Menschen an (oder mit) Covid-19 gestorben. Seit Ausbruch der Pandemie ergibt sich hieraus in Estland eine Sterblichkeitsrate von etwa 0,5 Prozent.

Aktueller Impfstatus

Nach offiziellen Angaben der WHO sind zum Stichtag am 13. November 2022 insgesamt 2,17 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Neuere Angaben liegen der WHO noch nicht vor. 844.388 Menschen haben mindestens eine Impfung erhalten (63,5%). Die Booster-Impfung erhielten 483.832 Personen (36,4%).
835.140 davon gelten in Estland als vollständig geimpft (= 62,8%).
Damit gehört Estland bei der Impfversorgung lediglich zum Mittelfeld. In 110 Ländern liegt die Impfquote höher.
Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen täglich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße182 cm168 cm
BMI27,026,0
Gewicht89,9 kg73,7 kg

Krankheiten

EstlandØ weltweit
Diabetes *4,20%8,81%
Tuberkulose0,10‰1,27‰
HIV / Aids0,03%0,03%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.

Kinderimpfungen

EstlandØ weltweit
Masern89,0%82,5%
Hepatitis B0,08%0,08%
DTP *9,00%8,21%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Estland sind noch 29,7% aller über 15-Jährigen Raucher.
4 Prozent der Neugeboren sind untergewichtig.

Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in EstlandDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Estland ist überdurchschnittlich gut, erreicht jedoch nicht den Durchschnitt, der beispielsweise innerhalb der EU erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 4,6 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,9 Betten. Innerhalb der EU stehen 4,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.
Mit rund 4.610 ausgebildeten Ärzten in Estland stehen pro 1000 Einwohner rund 3,47 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.
Durch den niedrigen Versorgungsstand kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten nur in vergleichsweise wenigen Fällen reduziert werden. Nach aktuellem Stand sterben immer noch etwa 15 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Versorgung mit Trinkwasser

Etwa 96 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einem unmittelbar vorhandenem, fließendem Trinkwasseranschluss. Zumindest über Quellen und Brunnen in einer Entfernung von maximal 30 Minuten oder angeliefertes Wasser erreichen 100% der Bevölkerung eine Versorgung mit weitestgehend sauberem Trinkwasser. Die Bevölkerung ist damit überdurchschnittlich gut versorgt. Im weltweiten Vergleich haben nur etwa 74% der Bevölkerung einen unmittelbaren Zugang zu geprüftem und immer verfügbaren Trinkwasser. Innerhalb der Europäischen Union liegt dieser Anteil bei 98%. Nur in wenigen Ländern fällt der Anteil auf unter 10%.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).
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