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Das Klima in Finnland

Durchschnittliche Tages- und Nachttemperaturen


Alle Klimadiagramme dieser Seite ergeben sich aus den gesammelten Daten von 36 Messstationen.
Alle Daten entsprechen den durchschnittlichen Monatswerten der letzten 20 Jahre.


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Klimazone: Der nördliche Teil Finnlands liegt in der kalten Polarzone der Arktis. Die südlicheren Gebiete in der gemäßigten Klimazone.

Wirklich warm wird es hier nicht und die Badesachen kann man angesichts der Wassertemperaturen von allerhöchstens 17 Grad getrost zuhause lassen. Die wärmste und zugleich regenreichste Provinz ist Mikkeli. Die kälteste ist Lappland. Die beste Reisezeit ist aufgrund der wärmeren Temperaturen von Mai bis September. Touristisch weniger attraktiv sind dagegen die kalten Monate von Oktober bis März.
Tageslängen und Sonnenstände in Finnland
Klima mit anderen Regionen oder Ländern vergleichen
Sonnenstunden/TagSonnenstunden pro Tag in Finnland
Regentage/MonatRegentage pro Monat in Finnland
Niederschlagsmengen in mm/TagNiederschlag in Finnland
WassertemperaturWassertemperaturen in Finnland
Relative Luftfeuchtigkeit in %Relative Luftfeuchtigkeit in Finnland
Absolute Luftfeuchte in g/m³Absolute Luftfeuchtigkeit in Finnland

Provinzen in Finnland

Alle Angaben pro Jahr. Für detaillierte Klimadaten klicken Sie auf den Namen der Region.

ProvinzHöchsttemperatur
Ø Tag
Tiefsttemperatur
Ø Nacht
Sonnen-
stunden
Regen-
tage
Nieder-
schlag
Luft-
feuchte
Kymi8,5 °C0,6 °C1.606 h115 624 l80,0 %
Lappland4,8 °C-4,1 °C1.424 h106 518 l82,0 %
Mikkeli9,7 °C2,1 °C1.752 h115 664 l
Mittelfinnland8,2 °C0,5 °C1.716 h113 624 l81,0 %
Nordkarelien7,7 °C-0,1 °C1.752 h121 657 l
Uusimaa9,6 °C2,6 °C1.789 h112 613 l80,0 %
Vaasa8,1 °C0,3 °C1.643 h119 628 l80,0 %

Temperaturrekorde der letzten 73 Jahre

Die heißeste seit 1949 bis März 2022 gemessene Temperatur wurde von der Wetterstation Joensuu Airp gemeldet. Im Juli 2010 wurde hier die Rekordtemperatur von 37,2 °C gemessen. Den heißesten Sommer von Juli bis September, bezogen auf alle 28 Wetterstationen in Finnland , verzeichnete man im Jahr 1949 bei durchschnittlichen 15,7 °C. Diese Durchschnittstemperatur wird im Regelfall alle 4 bis 6 Stunden erhoben werden, bezieht also auch die Nächte mit ein. Im Normalfall liegt dieser Wert bei 13,4 Grad Celsius.

Den kältesten Tag in diesen 73 Jahren vermeldete die Wetterstation Sodankyla. Hier fiel die Temperatur im Januar 1999 auf -49,5 °C. Sodankyla liegt dabei auf einer Höhe von 179 Metern über dem Meeresspiegel. Den kältesten Winter (Januar bis März) gab es im Jahr 1985 bei nur durchschnittlichen -13,3 °C. Üblich sind in Finnland etwa 6,6 Grad mehr bei -6,6 °C für diesen Dreimonatszeitraum.

Die meisten Niederschläge fielen im Juni 1995. Mit Ø 8,1 mm pro Tag erfasste die Wetterstation Kankaanpaa Niinisalo die höchsten Werte der letzten 73 Jahre. Die auf das ganze Jahr bezogen regenreichste Region befindet sich übrigens an der Wetterstation Kankaanpaa Niinisalo. Die trockenste Gegend liegt bei Utsjoki Kevo.




Langzeitentwicklung der Temperaturen von 1959 - 2021

Anders als bei einzelnen Rekordwerten kann man eine Langzeitentwicklung nicht einfach über alle Wetterstationen des Landes herbeiführen. Sowohl die Anzahl als auch die Standorte ändern sich ständig. Ein simpel errechneter Durchschnittswert würde ein verfälschtes Ergebnis ergeben. Kommen in einem Jahr mehrere Messstationen in besonders kalten Berg- oder Küstenregionen hinzu, würde der Durchschnitt allein hierdurch bereits sinken. Fällt eine Station über die Sommer- oder Wintermonate aus, liefert sie keine Werte und verfälscht den Schnitt erneut. Die nachfolgende Langzeitentwicklung wurde daher auf nur 3 Messpunkte reduziert, um über einen möglichst langen Zeitraum tatsächlich vergleichbare Daten zu haben.

In den Jahren 1959 bis 2021 gab es im ganzen Land nur diese 3 Wetterstationen, die durchgehend Temperaturwerte gemeldet haben (Sodankyla, Jyvaskyla, Jokioinen). Aus diesen Wetterberichten haben wir eine Langzeitentwicklung erstellt, die die monatlichen Durchschnittstemperaturen darstellt. Der heißeste Monat in diesem gesamten Zeitraum war der Juli 2018 mit 20,2 °C. Der Januar 1987 war mit durchschnittlichen -21,0 °C der kälteste Monat.

Die Jahresdurchschnittstemperatur lag in den Jahren nach 1959 bei ungefähr 2,2 °C und in den letzten Jahren vor 2021 bei rund 3,8 °C. Sie hat sich also in weniger als 63 Jahren um ungefähr 1,5 °C erhöht. Diese Tendenz gilt allerdings nur für die ausgewählten 3 Wetterstationen in Finnland. Eine erheblich umfangreicher angelegte Auswertung des globalen Temperaturanstiegs haben wir separat zur Verfügung gestellt.

Langzeitentwicklung der Temperaturen in Finnland

Datenbasis und Methodik

Die Daten der einzelnen Messtationen basieren auf den Archiven des Deutschen Wetterdienstes, Einzelwerte gemittelt und um eigene Elemente ergänzt. Um einen repräsentativen Landesdurchschnitt zu ermitteln, wurden zunächst Durchschnittswerte pro Landesteil gebildet, die anschließend auf Landesebene zusammengefasst wurden. Befinden sich also überproportional viele Wetterstationen in einem eng umgrenzten Gebiet, so beeinflusst deren Anzahl nicht den Landesdurchschnitt. In Finnland selbst befinden sich 29 Stationen. In 7 Fällen wurden zudem benachbarte, aber nahegelegene Wetterstationen herangezogen, um genauere Werte zu erzielen.
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