Das Klima in Finnland

Durchschnittliche Tages- und Nachttemperaturen


Alle Klimadiagramme dieser Seite ergeben sich aus den gesammelten Daten von 38 Messstationen in Finnland.
Alle Daten entsprechen den durchschnittlichen Monatswerten der letzten 20 Jahre.


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Klimazone: Der nördliche Teil von Finnland liegt in der kalten Polarzone der Arktis. Die südlicheren Gebiete in der gemäßigten Klimazone.

Wirklich warm wird es hier nicht und die Badesachen kann man angesichts der Wassertemperaturen von allerhöchstens 17 Grad getrost zuhause lassen. Die beste Reisezeit ist aufgrund der wärmeren Temperaturen von Mai bis September. Touristisch nahezu unattraktiv sind dagegen die kalten Monate von Oktober bis März.

Tageslängen und Sonnenstände in Finnland

Sonnenstunden/Tag
Sonnenstunden pro Tag in Finnland
Regentage/Monat
Regentage pro Monat in Finnland
Niederschlagsmengen in mm/Tag
Niederschlag in Finnland
Relative Luftfeuchtigkeit in %
Relative Luftfeuchtigkeit in Finnland
Wassertemperatur
Wassertemperaturen in Finnland
Absolute Luftfeuchte in g/m³ (angenähert)
Absolute Luftfeuchtigkeit in Finnland

Temperaturrekorde der letzten 70 Jahre

Die heißeste seit 1949 bis Dezember 2019 gemessene Temperatur wurde von der Wetterstation Joensuu Airp gemeldet. Im Juli 2010 wurde hier die Rekordtemperatur von 37,2 °C gemeldet. Den heißesten Sommer von Juli bis September, bezogen auf alle 28 Wetterstationen in Finnland unter 270 Höhenmetern, verzeichnete man im Jahr 1949 bei durchschnittlichen 15,7 °C. Diese Durchschnittstemperatur wird im Regelfall alle 4 bis 6 Stunden erhoben werden, bezieht also auch die Nächte mit ein. Im Normalfall liegt dieser Wert bei 13,4 Grad Celsius.

Den kältesten Tag in diesen 70 Jahren vermeldete die Wetterstation Sodankyla. Hier fiel die Temperatur im Januar 1999 auf -49,5 °C. Sodankyla liegt dabei auf einer Höhe von 179 Metern über dem Meeresspiegel. Den kältesten Winter (Januar bis März) gab es im Jahr 1985 bei nur durchschnittlichen -13,6 °C. Üblich sind in Finnland etwa 6,8 Grad mehr bei -6,8 °C für diesen Dreimonatszeitraum.


Langzeitentwicklung der Temperaturen von 1959 - 2019

Anders als bei einzelnen Rekordwerten kann man eine Langzeitentwicklung nicht einfach über alle Wetterstationen des Landes herbeiführen. Sowohl die Anzahl als auch die Standorte ändern sich ständig. Ein simpel errechneter Durchschnittswert würde ein verfälschtes Ergebnis ergeben. Kommen in einem Jahr mehrere Messstationen in besonders kalten Berg- oder Küstenregionen hinzu, würde der Durchschnitt allein hierdurch bereits sinken. Fällt eine Station über die Sommer- oder Wintermonate aus, liefert sie keine Werte und verfälscht den Schnitt erneut. Die nachfolgende Langzeitentwicklung wurde daher auf nur 3 Messpunkte reduziert, um über einen möglichst langen Zeitraum tatsächlich vergleichbare Daten zu haben.

In den Jahren 1959 bis 2019 gab es im ganzen Land nur diese 3 Wetterstationen, die durchgehend Temperaturwerte gemeldet haben (Jokioinen, Sodankyla, Jyvaskyla). Aus diesen Wetterberichten haben wir eine Langzeitentwicklung erstellt, die die monatlichen Durchschnittstemperaturen darstellt. Der heißeste Monat in diesem gesamten Zeitraum war der Juli 2018 mit 20,2 °C. Der Januar 1987 war mit durchschnittlichen -21,0 °C der kälteste Monat.

Die Jahresdurchschnittstemperatur lag in den Jahren nach 1959 bei ungefähr 2,2 °C und in den letzten Jahren vor 2019 bei rund 3,7 °C. Sie hat sich also in weniger als 61 Jahren um ungefähr 1,5 °C erhöht. Diese Tendenz gilt allerdings nur für die ausgewählten 3 Wetterstationen in Finnland. Eine erheblich umfangreicher angelegte Auswertung des globalen Temperaturanstiegs haben wir separat zur Verfügung gestellt.

Langzeitentwicklung der Temperaturen in Finnland


Detailliertere Informationen zur globalen Erderwärmung mit einer Betrachtung nach Kontinenten finden Sie auch auf unserer Themenseite zum Klimawandel.