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Das Klima in Österreich

vgwortDurchschnittliche Tages- und Nachttemperaturen


Alle Klimadiagramme dieser Seite ergeben sich aus den gesammelten Daten von 41 Messstationen in Österreich.
Wetterstationen in einer Höhe über 2520m wurden nicht mehr berücksichtigt.
Alle Daten entsprechen den durchschnittlichen Monatswerten der letzten 20 Jahre.


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Abwechslungsreiches und alpines Klima

Österreich liegt im Herzen Europas und somit in der gemäßigten bzw. feucht-warmgemäßigten Klimazone der nördlichen Hemisphäre. Aufgrund der natürlichen Vielfalt des Landes gibt es auch innerhalb des nur 83.879 Quadratkilometer großen Landes zahlreiche klimatische Abstufungen. Zahlreiche Täler und Seen in unterschiedlichen Höhen, der Alpenkamm und die Tiefebene im Osten machen das Wetter variantenreich, aber auch schwer vorherzusagen.

Der Westen Österreichs nördlich des Alpenkamms wird noch von den Ozeanen beeinflusst und ist überwiegend feucht und kühl. Das tiefer gelegene Wiener Becken im Osten des Landes trennt die Alpen von den Karpaten und sorgt daher für kontinentales Wetter mit spürbar weniger Niederschlägen. Die Sommer sind hier erheblich wärmer und die Winter dafür kälter. Der Süden des Landes wird vornehmlich vom Mittelmeer mit seinen regenreichen Tiefdruckgebieten beeinflusst.

In den alpinen Bergregionen, die am Großglockner bis auf eine Höhe von 3.798 Metern ansteigen, ist eine klimatische Einstufung aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen und Seenlandschaften selten möglich. An höher gelegenen Seen steigt zumeist die Luftfeuchte und es kommt oftmals zu Nebelbildung. An den Gebirgsrändern nach Norden und auch Süden steigen die Niederschlagsmengen erheblich an, während die innerhalb der Alpen liegenden Täler meist sonnig und warm bleiben. Ein regelrechtes Polarklima mit ganzjährigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gibt es nur in Gipfelnähe ab etwa 3500 Höhenmetern.

Die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen liegen je nach Jahreszeit zwischen 2 und 23 Grad. In einigen Landesteilen erreichen die Werte tagsüber bis zu 27 Grad. In den kälteren Monaten sinkt die Temperatur je nach Region nachts auf bis zu -4°C im Monatsmittel ab, wobei die Regionen im Osten zumeist die wärmeren sind. Wie in Zentraleuropa üblich sind die Temperaturen im Juli am höchsten und im Januar am niedrigsten. Im Hochgebirge verschiebt sich dieser Zeitraum allerdings um jeweils einen Monat auf August, bzw. Februar.

Tageslängen und Sonnenstände in Österreich

Sonnenstunden/TagSonnenstunden pro Tag in Österreich
Regentage/MonatRegentage pro Monat in Österreich
Niederschlagsmengen in mm/TagNiederschlag in Österreich
WassertemperaturWassertemperaturen in Österreich
Relative Luftfeuchtigkeit in %Relative Luftfeuchtigkeit in Österreich
Absolute Luftfeuchte in g/m³ (angenähert)Absolute Luftfeuchtigkeit in Österreich
Klimadiagramme für weitere Bundesländer in Österreich

Temperaturrekorde der letzten 71 Jahre

Die heißeste seit 1949 bis Oktober 2020 gemessene Temperatur wurde von der Wetterstation Innsbruck gemeldet. Im April 2020 wurde hier die Rekordtemperatur von 26,0 °C gemeldet. Den heißesten Sommer von Juli bis September, bezogen auf alle 11 Wetterstationen in Österreich unter 2520 Höhenmetern, verzeichnete man im Jahr 1950 bei durchschnittlichen 18,5 °C. Diese Durchschnittstemperatur wird im Regelfall alle 4 bis 6 Stunden erhoben werden, bezieht also auch die Nächte mit ein. Im Normalfall liegt dieser Wert bei 16,4 Grad Celsius.

Den kältesten Tag in diesen 71 Jahren vermeldete die Wetterstation Villacher Alpe. Hier fiel die Temperatur im März 2020 auf -16,7 °C. Villacher Alpe liegt dabei auf einer Höhe von 2160 Metern über dem Meeresspiegel. Den kältesten Winter (Januar bis März) gab es im Jahr 1963 bei nur durchschnittlichen -3,6 °C. Üblich sind in Österreich etwa 3,9 Grad mehr bei 0,4 °C für diesen Dreimonatszeitraum.


Langzeitentwicklung der Temperaturen von 1951 - 2019

Anders als bei einzelnen Rekordwerten kann man eine Langzeitentwicklung nicht einfach über alle Wetterstationen des Landes herbeiführen. Sowohl die Anzahl als auch die Standorte ändern sich ständig. Ein simpel errechneter Durchschnittswert würde ein verfälschtes Ergebnis ergeben. Kommen in einem Jahr mehrere Messstationen in besonders kalten Berg- oder Küstenregionen hinzu, würde der Durchschnitt allein hierdurch bereits sinken. Fällt eine Station über die Sommer- oder Wintermonate aus, liefert sie keine Werte und verfälscht den Schnitt erneut. Die nachfolgende Langzeitentwicklung wurde daher auf nur 3 Messpunkte reduziert, um über einen möglichst langen Zeitraum tatsächlich vergleichbare Daten zu haben.

In den Jahren 1951 bis 2019 gab es im ganzen Land nur diese 3 Wetterstationen, die durchgehend Temperaturwerte gemeldet haben (Wien, Klagenfurt, Graz). Aus diesen Wetterberichten haben wir eine Langzeitentwicklung erstellt, die die monatlichen Durchschnittstemperaturen darstellt. Der heißeste Monat in diesem gesamten Zeitraum war der 1992 mit 22,9 °C. Der 1956 war mit durchschnittlichen -8,9 °C der kälteste Monat.

Die Jahresdurchschnittstemperatur lag in den Jahren nach 1951 bei ungefähr 8,7 °C und in den letzten Jahren vor 2019 bei rund 10,7 °C. Sie hat sich also in weniger als 69 Jahren um ungefähr 2,0 °C erhöht. Diese Tendenz gilt allerdings nur für die ausgewählten 3 Wetterstationen in Österreich. Eine erheblich umfangreicher angelegte Auswertung des globalen Temperaturanstiegs haben wir separat zur Verfügung gestellt.

Langzeitentwicklung der Temperaturen in Österreich


Detailliertere Informationen zur globalen Erderwärmung mit einer Betrachtung nach Kontinenten finden Sie auch auf unserer Themenseite zum Klimawandel. Datenbasis: Deutscher Wetterdienst, Einzelwerte gemittelt und um eigene Elemente ergänzt.