Korruption in Spanien

Der "Corruption Perceptions Index", also einem Index für wahrgenommene Korruption im öffentlichen Sektor lag im Jahr 2017 in Spanien bei 43 Punkten. Die Skala reicht von 0 bis 100, wobei die Korruption massiver ausfällt, je höher der Wert ist. Spanien belegt damit den 42. Platz. Das Ergebnis ist also im Vergleich zu anderen Ländern nur durchschnittlich.

Gegenüber dem Vorjahr war in 2017 ein leichter Anstieg der Korruption zu verzeichnen. Langfristig betrachtet ist sie in den letzten Jahren ebenfalls moderat gestiegen.

Deutschland liegt mit einem Wert von 19 auf dem 12. Platz. Angeführt wird die Rangliste übrigens von Neuseeland mit einem Wert von 11. Der traurige letzte Platz wird von Somalia (91 Punkte) belegt.

Den vollständigen Ländervergleich finden Sie hier › Rangliste weltweiter Korruption


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Entwicklung der Korruption in Spanien 2003 - 2017

Entwicklung der Korruption in Spanien

Die Ursachen für Korruption liegen zu einem Teil in politischen und kulturellen Gründen. Eine ineffektive Strafverfolgung mag diese noch befördern. Auffällig ist, dass sie in demokratisch regierten Ländern regelmäßig geringer ausfällt (Regierungsform in Spanien: Parlamentarische Konstitutionelle Monarchie). Ebenso findet eine höhere Korruption überwiegend in Ländern mit geringem Einkommen statt. In Spanien liegt das Pro-Kopf-Einkommen bei jährlich 24.059 Euro und liegt damit im weltweiten Vergleich sehr hoch. Die Lebenshaltungskosten liegen in einem unauffälligen Mittelfeld, weisen aber weder auf große Armut, noch auf großen Wohlstand hin.

Entwicklung des Korruptionsindex in Spanien 2003 - 2017

JahrSpanienØ EuropaØ weltweit
20174340,256,9
20164240,857,1
20154240,557,5
20144041,656,8
20134142,257,4
20123542,456,8
20113844,159,7
20103944,059,9
20093942,859,7
20083542,359,8
20073341,660,1
20063241,459,1
20053041,259,1
20042941,658,3
20033142,057,6


Bestechungsgelder im Ausland

Die oben aufgeführten Auswertungen basieren auf Erhebungen der Transparency International, die den Korruptionsindex jährlich ermittelt. Der originale "Corruption Perceptions Index" weißt die Zahlen genau umgekehrt aus und vergibt höhere Werte für eine niedrigere Korruption. Der offizielle Wert für Spanien liegt also bei 57 Punkten im Jahr 2017. Damit würde es sich eigentlich um einen Anti-Korruptions-Index handeln, weil mit steigender Punktzahl die Korruption sinkt. Zur besseren Verständlichkeit und einfacheren optischen Erfassung der Graphen wurden diese Zahlen hier invertiert.

Der Index beinhaltet jedoch nur die Korruption innerhalb des jeweilgen Landes für den öffentlichen Sektor. Eine weitere Erhebung wird ebenfalls von Transparency International durchgeführt, um die Bereitschaft zu messen, mit der Inländer im Ausland Bestechungs- und Schmiergelder zahlen. Dieser Index basiert auf Befragungen von Unternehmen in 28 führenden Volkswirtschaften und wurde zuletzt 2011 veröffentlicht. Er zeigt, dass sich Unternehmer in zahlreichen Ländern zwar in ihren eigenen Landesgrenzen an die Gesetze zur Geldwäschebekämpfung halten, hingegen aber im Ausland eine höhere Bereitschaft zur Zahlung von Bestechungsgeldern zeigen.

Die Skala dieses Indexes reicht von 0 bis 10, wobei auch hier ein niedriger Wert eine höhere Korruptionsbereitschaft ausdrückt. Spanien lag bei einem Score von 8,0 Punkten auf dem 12. Platz. Der Durchschnitt aller 28 Länder lag bei 7,8 Punkten, wobei der beste Wert (Niederlande) lediglich bei 8,8 lag.