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Das Klima in Svalbard und Jan Mayen

Durchschnittliche Tages- und Nachttemperaturen


Alle Klimadiagramme dieser Seite ergeben sich aus den gesammelten Daten der offiziellen Wetterstation von Svalbard und Jan Mayen in einer Höhe von 9m über NN. Alle Daten entsprechen den durchschnittlichen Monatswerten der letzten 20 Jahre.


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Klimazone: Kalte Zone der Arktis, Polargebiet

Das Klima in Svalbard und Jan Mayen ist nichts für verwöhnte Mitteleuropäer. Es ist überwiegend kalt und in den Wintermonaten erreicht die Quecksilbersäule wirklich nie den positiven Bereich. In der kalten Jahreszeit liegen sogar die Höchsttemperaturen deutlich unter Null. Die beste Reisezeit ist aufgrund der wärmeren Temperaturen von Juni bis September. Touristisch nahezu unattraktiv sind dagegen die kalten Monate von November bis Mai.

Tageslängen und Sonnenstände in Svalbard und Jan Mayen

Regentage/MonatRegentage pro Monat in Svalbard und Jan Mayen
Niederschlagsmengen in mm/TagNiederschlag in Svalbard und Jan Mayen
Relative Luftfeuchtigkeit in %Relative Luftfeuchtigkeit in Svalbard und Jan Mayen
Absolute Luftfeuchte in g/m³ (angenähert)Absolute Luftfeuchtigkeit in Svalbard und Jan Mayen

Temperaturrekorde der letzten 14 Jahre

Die heißeste seit 2007 bis Juni 2021 gemessene Temperatur wurde von der Wetterstation Ny Alesund gemeldet. Im August 2008 wurde hier die Rekordtemperatur von 20,5 °C gemeldet. Die heißesten Sommermonate von Juli bis September verzeichnete man in Svalbard und Jan Mayen im Jahr 2020 bei durchschnittlichen 5,6 °C. Diese Durchschnittstemperatur wird im Regelfall alle 4 bis 6 Stunden erhoben werden, bezieht also auch die Nächte mit ein. Im Normalfall liegt dieser Wert bei 4,3 Grad Celsius. Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur lag damals bei 6,1 °C.

Den kältesten Tag in diesen 14 Jahren vermeldete die Wetterstation Ny Alesund. Hier fiel die Temperatur im März 2020 auf -30,2 °C. Ny Alesund liegt dabei auf einer Höhe von 8 Metern über dem Meeresspiegel. Den kältesten Winter (Januar bis März) gab es im Jahr 2020 bei nur durchschnittlichen -14,9 °C. Üblich sind in Svalbard und Jan Mayen etwa 5,7 Grad mehr bei -9,2 °C für diesen Dreimonatszeitraum.

Die meisten Niederschläge fielen im Januar 2012. Mit Ø 7,1 mm pro Tag erfasste die Wetterstation Ny Alesund die höchsten Werte der letzten 14 Jahre.


Langzeitentwicklung der Temperaturen von 1922 - 2020

Anders als bei einzelnen Rekordwerten kann man eine Langzeitentwicklung nicht einfach über alle Wetterstationen des Landes herbeiführen. Sowohl die Anzahl als auch die Standorte ändern sich ständig. Ein simpel errechneter Durchschnittswert würde ein verfälschtes Ergebnis ergeben. Kommen in einem Jahr mehrere Messstationen in besonders kalten Berg- oder Küstenregionen hinzu, würde der Durchschnitt allein hierdurch bereits sinken. Fällt eine Station über die Sommer- oder Wintermonate aus, liefert sie keine Werte und verfälscht den Schnitt erneut. Die nachfolgende Langzeitentwicklung wurde daher auf nur 1 Messpunkte reduziert, um über einen möglichst langen Zeitraum tatsächlich vergleichbare Daten zu haben.

In den Jahren 1922 bis 2020 gab es im ganzen Land nur diese 1 Wetterstationen, die durchgehend Temperaturwerte gemeldet haben (Jan Mayen). Aus diesen Wetterberichten haben wir eine Langzeitentwicklung erstellt, die die monatlichen Durchschnittstemperaturen darstellt. Der heißeste Monat in diesem gesamten Zeitraum war der 1934 mit 8,0 °C. Der 1943 war mit durchschnittlichen -14,5 °C der kälteste Monat.

Die Jahresdurchschnittstemperatur lag in den Jahren nach 1922 bei ungefähr -0,1 °C und in den letzten Jahren vor 2020 bei rund 1,4 °C. Sie hat sich also in weniger als 99 Jahren um ungefähr 1,5 °C erhöht. Diese Tendenz gilt allerdings nur für die ausgewählten 1 Wetterstationen in Svalbard und Jan Mayen. Eine erheblich umfangreicher angelegte Auswertung des globalen Temperaturanstiegs haben wir separat zur Verfügung gestellt.

Langzeitentwicklung der Temperaturen in Svalbard und Jan Mayen


Detailliertere Informationen zur globalen Erderwärmung mit einer Betrachtung nach Kontinenten finden Sie auch auf unserer Themenseite zum Klimawandel. Datenbasis: Deutscher Wetterdienst, Einzelwerte gemittelt und um eigene Elemente ergänzt.