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Corona-Virus und Gesundheitswesen in Papua-Neuguinea

Gesundheitswesen in Papua-Neuguinea

Das Gesundheitswesen in Papua-Neuguinea ist im weltweiten Vergleich leicht unterdurchschnittlich entwickelt.

Die wohl wichtigste Kennzahl, mit der sich die Effizienz aller Maßnahmen zusammenfassen lässt, ist die allgemeine Lebenserwartung. Also das theoretische Alter, das ein heute Neugeborenes potenziell erreichen wird. Im Moment liegt dieses Alter in Papua-Neuguinea für Männer bei 63,0 und für Frauen bei 65,6 Jahren. Zum Vergleich: Weltweit liegt die Lebenserwartung etwa 8,3 Jahre niedriger (Männer: 70,4 / Frauen: 74,9 Jahre).

Insgesamt wird pro Jahr und Einwohner die Summe von 55,83 Euro ausgegeben. Dies entspricht circa 2,4% des Bruttoinlandsproduktes. International liegt dieser Betrag bei durchschnittlich 972,54 Euro (~ 9,8% des jeweiligen BIP).


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Verbreitung des Corona-Virus

Ausbreitung des Corona-Virus in Papua-Neuguinea

Aktuell: 2,8 Neuinfektionen pro Tag je 100.000 Einwohner
Bis zum 12. April 2021 wurden im Land 8.602 Infizierte und 69 Todesfälle gemeldet. Die ersten bestätigten Infektionen wurden im März 2020 gemeldet, wobei dieses Datum sich auf die offizielle Meldung bezieht. Für das Bemerken der eigenen Infektion, den Termin beim Arzt, den Labortest und vor allem den Zeitraum von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome kalkuliert man zusätzliche 10-14 Tage ein.

Die insgesamt 8.602 infizierten Menschen entsprechen einem Bevölkerungsanteil von 0,098% der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Anzahl der Neuinfektionen lag im Verlauf der 14. Kalenderwoche (05.04.2021 bis 11.04.2021) bei 1.745 und somit bei 2,8 Fällen pro 100.000 Einwohnern und Tag.


Der erste Graph zeigt die Anzahl der gemeldeten Infizierten pro Kalenderwoche. Der zweite Graph darunter die eingetretenen Todesfälle.

Sterblichkeitsrate der Infizierten

Aus den bislang infizierten und verstorbenen Menschen ergibt sich in Papua-Neuguinea eine Sterblichkeit von 0,8%. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Tod erst durchschnittliche 19 Tage nach Auftreten der ersten Symptome eintritt. Nach dem Zeitpunkt der eigentlichen Infektion folgen also mehrere Tage bis eine betroffene Person einen ärztlichen Test durchführen lässt und dessen Ergebnis vorliegt. Um die Sterblichkeit nun genauer zu beziffern, müsste man somit die bis heute eingetretenen Todesfälle mit den gemeldeten 6.857 Infizierten bis vor 14 Tagen in Relation setzen. Damit ergibt sich in Papua-Neuguinea eine neue Sterblichkeitsrate von 0,8%.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie aktualisieren wir die weltweiten Fallzahlen wöchentlich. Eine Liste aller Infizierten und Toten nach Land ist auf unserer Themenseite zum Corona-Virus ersichtlich.

Aktuelle Entwicklung

KalenderwocheInfizierteTote
14/20211.7458
13/20211.67316
12/20211.6109
11/20211.75515
10/20211495
09/20213954
08/20213052
07/2021150
06/2021611
05/2021270

Gewicht und Größe

MännerFrauen
Körpergröße163 cm157 cm
BMI25,325,8
Gewicht66,9 kg63,2 kg

Krankheiten

Papua-NeuguineaØ weltweit
Diabetes *17,90%8,81%
Tuberkulose0,43%0,13%
Malaria18,4%5,7%
HIV / Aids0,06%0,04%

* Die Anzahl der Diabetes-Erkrankten bezieht sich nur auf Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren.


Kinderimpfungen

Papua-NeuguineaØ weltweit
Masern37,0%85,7%
Hepatitis B0,04%0,09%
Tetanus7,0%0,0%
DTP *3,50%8,57%

* DTP ist eine dreimalige kombinierte Grundimpfung gegen Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus, die Kinder bis zum Alter von 23 Monaten erhalten sollten.

In Papua-Neuguinea sind noch 36,3% aller über 15-Jährigen Raucher.


Medizinische Versorgung

Corona-Virus und Gesundheitswesen in Papua-NeuguineaDie medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in Papua-Neuguinea ist überdurchschnittlich gut, erreicht jedoch nicht den Durchschnitt, der beispielsweise innerhalb der EU erreicht wird. Pro 1000 Einwohner stehen im Land 4,0 Krankenhausbetten zur Verfügung. Der weltweite Mittelwert liegt hier bei 2,7 Betten. Innerhalb der EU stehen 5,6 Betten für jeweils 1000 Einwohner zur Verfügung.

Mit rund 464 ausgebildeten Ärzten in Papua-Neuguinea stehen pro 1000 Einwohner rund 0,05 Ärzte zur Verfügung. Auch hier wieder der Vergleich: Weltweit liegt dieser Standard bei 1,50 Ärzten pro 1000 Einwohnern und in der EU sogar bei 3,57.

Durch die medizinische Versorgung kann die Sterblichkeit wesentlicher, bekannter Krankheiten weitestgehend reduziert werden. So sterben nach aktuellem Stand nur etwa 30 Prozent aller Menschen, die an Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder der Chylomikronen-Retentions-Krankheit (CRD) leiden.

Datenbasis

Die obigen Daten entsprechen den Informationen der Weltgesundheitsorganisation, der Global Health Workforce Statistics, UNICEF, State of the World's Children, Childinfo, Global Health Observatory Data Repository und der OECD. Die Fallzahlen zur Verbreitung des Corona-Virus stammen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)