Bevölkerungswachstum

Bevölkerungswachstum nach Ländern

Das globale Bevölkerungswachstum ist das Ergebnis aus Geburtsrate und Sterberate. Die Weltbevölkerung steigt stetig an, Im Jahr 2016 erreichte sie mit einer Wachstumsrate von 1,2% eine Gesamtbevölkerung von 7,442 Milliarden Menschen auf unserem Planeten.

Deutschland liegt hierbei im letzten Jahrzehnt mit einer Wachstumsrate von weniger als 0,05% recht weit am hinteren Ende des weltweiten Vergleichs. Den letzten großen Schub gab es hierzulande in den 60er und 90er Jahren.

Die Staaten Katar und die Vereinigen Arabischen Emirate (beide Vorder-Asien) liegen dagegen in den vergangenen Jahrzehnten mit Abstand an der Spitze. Hier wurden Zuwachsraten von teils über 15% pro Jahr erreicht.

Bevölkerungswachstum 2007 - 2016

+9% und mehr
0% und weniger


Weitere Zeitäume:1960 - 20162007 - 20161997 - 20061987 - 19961977 - 1986

LandØ Wachstum/JahrWachstum 2007-2016
Katar9,89%116,02%
Vereinigte Arabische Emirate6,00%53,37%
Oman5,54%66,17%
Kuwait5,48%61,88%
Jordanien4,77%52,68%
Äquatorialguinea4,43%47,29%
Bahrain4,07%37,58%
Libanon4,03%46,99%
Niger3,88%40,94%
Südsudan3,75%38,09%
Angola3,58%37,22%
Uganda3,45%35,62%
Demokratische Republik Kongo3,37%34,78%
Tschad3,32%34,12%
Burundi3,21%32,55%
Gabun3,20%32,94%
Tansania3,18%32,56%
Gambia3,18%32,45%
Liberia3,18%31,34%
Mali3,13%31,58%
Burkina Faso3,03%30,83%
Malawi3,02%30,71%
Irak2,99%31,04%
Sambia2,97%30,37%
Afghanistan2,96%30,20%
Mosambik2,95%29,93%
Palästina2,94%30,25%
Somalia2,94%29,71%
Mauretanien2,93%29,84%
Kongo2,92%28,91%
Senegal2,92%29,80%
Benin2,84%28,59%
Madagaskar2,80%28,10%
Saudi-Arabien2,76%27,81%
Kamerun2,73%27,42%
Kenia2,72%27,24%
Nigeria2,69%27,03%
Jemen2,69%26,81%
Togo2,68%26,83%
Äthiopien2,65%26,42%
Nauru2,64%29,52%
Ruanda2,61%26,15%
Guinea-Bissau2,54%25,57%
Jungferninseln (UK)2,52%23,98%
Ghana2,46%24,26%
Singapur2,46%22,20%
Macau2,18%21,50%
Luxemburg2,12%21,45%
Pakistan2,09%20,50%
Ägypten2,04%20,31%
Israel1,94%19,04%
Algerien1,86%18,38%
Malaysia1,78%17,13%
Philippinen1,64%15,71%
Bolivien1,61%15,32%
Australien1,55%15,84%
Kasachstan1,52%14,94%
Südafrika1,49%14,37%
Venezuela1,49%14,00%
Mexiko1,48%14,04%
Türkei1,46%14,25%
Marokko1,34%12,97%
Indien1,32%12,25%
Peru1,29%12,30%
Indonesien1,28%12,07%
Costa Rica1,21%11,16%
Iran1,20%11,45%
Norwegen1,16%11,12%
Neuseeland1,15%11,10%
Bangladesch1,15%10,75%
Monaco1,13%9,65%
Schweiz1,13%10,87%
Irland1,12%8,51%
Nepal1,12%10,56%
Kanada1,09%10,33%
Vietnam1,07%10,07%
Kolumbien1,05%9,64%
Argentinien1,03%9,70%
Island0,96%7,28%
Brasilien0,95%8,70%
Chile0,93%8,60%
Schweden0,87%8,25%
Sri Lanka0,83%7,80%
Vereinigte Staaten von Amerika0,80%7,27%
Vereinigtes Königreich0,76%7,04%
Belgien0,73%6,80%
Liechtenstein0,71%6,64%
Hongkong0,69%6,22%
Österreich0,57%5,45%
Südkorea0,57%5,26%
Kosovo0,55%4,78%
Nordkorea0,53%4,81%
Dänemark0,53%4,94%
China0,50%4,61%
Frankreich0,50%4,50%
Spanien0,45%2,69%
Thailand0,45%4,03%
Finnland0,43%3,90%
Italien0,42%3,70%
Niederlande0,40%3,89%
Aruba0,39%3,56%
Grenada0,39%3,60%
Dominica0,38%3,65%
Barbados0,36%3,20%
Uruguay0,33%3,12%
Guyana0,31%3,40%
Tschechien0,31%2,55%
Slowenien0,29%2,32%
Guam0,26%2,54%
Mauritius0,24%1,92%
Marshallinseln0,19%1,78%
Kuba0,16%1,52%
Färöer-Inseln0,15%1,38%
Bermuda0,13%0,68%
Montenegro0,13%1,12%
Slowakei0,10%1,01%
Russland0,09%1,08%
Mazedonien0,09%0,76%
St. Vincent und die Grenadinen0,07%0,55%
Deutschland0,04%0,49%
Polen-0,05%-0,45%
Japan-0,07%-0,79%
Mikronesien-0,07%-0,13%
Moldawien-0,09%-0,70%
Belarus-0,10%-0,56%
Grönland-0,10%-0,65%
Armenien-0,11%-0,28%
Portugal-0,19%-2,07%
Estland-0,23%-1,80%
Syrien-0,23%-6,12%
Griechenland-0,25%-2,73%
Ungarn-0,25%-2,37%
Ukraine-0,39%-3,24%
Albanien-0,40%-3,16%
Jungferninseln (US)-0,45%-4,16%
Andorra-0,46%-6,53%
Serbien-0,49%-4,39%
Amerikanisch Samoa-0,53%-3,98%
Kroatien-0,62%-5,98%
Bulgarien-0,64%-5,53%
Bosnien und Herzegowina-0,72%-6,81%
Rumänien-0,72%-5,64%
Georgien-1,06%-8,89%
Puerto Rico-1,09%-9,83%
Nördliche Marianen-1,12%-7,54%
Lettland-1,23%-10,90%
Litauen-1,29%-11,11%

Die Tabelle zeigt das Wachstum bzw. den Bevölkerungsrückgang in 147 Ländern in den Jahren 2007 bis 2016. Das mit Abstand stärkste Wachstum wurde in Katar verzeichnet und lag bei durchschnittlich 9,89% pro Jahr. Dies entspricht einer Verdoppelung der Einwohnerzahl in nicht einmal 8 Jahren. Insgesamt ist auffällig, dass diese extrem hohen Wachstumsraten gehäuft in kleinen Staaten Vorderasiens auftreten und mit einer überdurchschnittlichen Geburtenrate und einer extrem geringen Sterberate einhergehen. Die Erklärung hierfür liegt in dem sehr geringen Anteil älterer Bevölkerungsschichten. Ältere Einwohner ab 55 Jahren sind praktisch kaum existent und der mit Abstand größte Bevölkerungsteil ist zwischen 25 und 54 Jahre alt.

Eine weitere Häufung von Staaten mit erhöhtem Bevölkerungswachstum tritt in Zentral- und Südafrika auf. Hier liegt der Grund in der außergewöhnlich hohen Geburtenrate, die teils über 50‰ beträgt (=50 Geburten pro 1000 Einwohner und Jahr). Weltweit liegt die durchschnittliche Geburtenrate seit der Jahrtausendwende bei etwa 22‰. Zudem ist in den vergangenen 20 Jahren ein spürbarer Rückgang der Sterberate von etwa 20‰ auf rund 10‰ in diesen Ländern zu verzeichnen.

Der umgekehrte Fall wird am anderen Ende der Tabelle deutlich, an dem sich überproportional viele osteuropäische Staaten befinden. Die Sterberate ist in diesem Ländern in den vergangenen Jahrzehnten höher als die Geburtenrate gewesen. Auch spielt in dieser Region die Abwanderung eine größere Rolle, als z.B. in westeuropäischen oder asiatischen Ländern.

Betrachtet man das Bevölkerungswachstum auf lokaler Ebene, also z.B. für einzelne Länder, so kommt hier die Migrationsrate als Faktor für Veränderungen hinzu. Denn durch Ein- und Auswanderung verändert sich die Bevölkerungszahl zusätzlich.

Klicken Sie auf einen der Ländernamen in der Tabelle, um sich weitere Angaben zum jeweiligen Land anzeigen zu lassen.





Bevölkerungswachstum weltweit

In den letzten 2000 Jahren stieg die Bevölkerungszahl fast durchgehend nur langsam und konstant an. Noch vor 350 Jahren gab es lediglich eine halbe Milliarde Menschen auf der Erde. Mit der "Industriellen Revolution" startete gegen Ende des 18. Jahrhunderts jedoch ein unvergleichlicher Anstieg der Bevölkerungszahlen. Durch zahleiche technische und chemische Entwicklungen wie z.B. Medizin oder Düngemittel sank die Sterberate drastisch. Gleichzeitig gab es in weiten Teilen der Bevölkerung eine verbesserte Versorgung mit Nahrungsmitteln, die auch die Zukunft des Nachwuchses sicherte und damit zu einer erhöhten Geburtenrate führte. Das Bevölkerungswachstum stieg von zuvor 0,3% sprunghaft auf bis zu 0,8% an. Allein in den darauf folgenden 300 Jahren wuchs die Weltbevölkerung von 0,5 auf über 3 Milliarden Menschen.

Betrachtet man allerdings die jüngere Zeit, so flacht die Kurve wieder ab. Der folgende Graph zeigt die Entwicklung der Weltbevölkerung von 1960 bis 2016. Die exponentielle Entwicklung der Bevölkerung hat nachgelassen und der Graph verläuft nahezu linear. Zu verzeichnen ist lediglich ein minimaler Rückgang der Wachstumsraten.

Gegen Ende des Jahres 2016 gab es auf der Erde 7,44 Milliarden Menschen. Die Wachstumsrate lag bei 1,18 Prozent.


(Angaben in Milliarden Einwohnern)