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Mitgliedsstaaten des ASEAN Handelsabkommens

Die ASEAN ist ein Handelsabkommen mit zurzeit 10 Mitgliedsstaaten in Südost-Asien mit dem Ziel, sowohl wirtschaftlich als auch politisch zusammen zu arbeiten. Der Sitz befindet sich derzeit in Singapur. Vorbild für den Wirtschaftsraum war unter anderem die Europäische Union.

Als Vorgänger der am 8. August 1967 gegründeten ASEAN gilt der ASA-Verband (1961-1967).

Alle Mitgliedsstaaten zusammen umfassen ein Gebiet von 4,49 Mio km² und rund 667,14 Mio Menschen. Dies entspricht 3,0% der weltweit bewohnbaren Fläche und 8,6% der Weltbevölkerung. Die ASEAN ist damit größer als die Europäische Union. In Bezug auf Fläche, Einwohnerzahl und Bruttoinlandsprodukt ist Indonesien der mit Abstand größte und somit einflussreichste Mitgliedsstaat.

Weltkarte der Mitgliedsländer: ASEAN - Verband Südostasiatischer Nationen

LandBeitrittEinwohnerFläche
Brunei19840,44 Mio5.770 km²
Indonesien1967273,52 Mio1.914.000 km²
Kambodscha199916,72 Mio181.000 km²
Laos19977,28 Mio237.000 km²
Malaysia196732,37 Mio330.000 km²
Myanmar199754,41 Mio677.000 km²
Philippinen1967109,58 Mio300.000 km²
Singapur19675,69 Mio719 km²
Thailand196769,80 Mio513.000 km²
Vietnam199597,34 Mio331.000 km²


ASEAN Economic Community

Außerhalb Asiens tritt der ASEAN-Verbund hauptsächlich aufgrund seiner verschiedenen Wirtschaftsgemeinschaften in Erscheinung. Unter der "ASEAN Economic Community" werden mehrere Abkommen zwischen den Partnerländern geführt, die weite Teile der asiatischen Wirtschaft miteinander verbinden. Allen voran ermöglicht die ASEAN Freihandelszone "AFTA" es den Mitgliedsstaaten, Zollbarrieren auf umfangreicher Ebener abzusetzen. Insgesamt werden hierdurch rund 98% aller Zölle zwischen den Mitgliedsstaaten außer Kraft gesetzt oder zumindest gesenkt. Diese Initiative geht zurück auf eine 1992 in Manila getroffene Entscheidung, nach der Zölle auf zunächst nur 15 Warengruppen gegenüber Nichtmitgliedern gesenkt werden sollten. Damals lag der Handel untereinander bei lediglich 15%.

Zwischen den Mitgliedern bestehen zudem mehrere verschiedene Abkommen an denen ebenfalls zahlreiche Mitgliedsstaaten der ASEAN teilnehmen, um die Wirtschaftsgemeinschaft zu stärken:
  • ARF ("ASEAN Regionalforum") für Sicherheit
  • AFTA ("ASEAN Freetrade Area") für eine Freihandelszone
  • AIA (ASEAN Investment Area") für direkte Investitionen

Vorsitz und Entscheidungsfindung

Während die einzelnen Organe der ASEAN ihren Sitz offiziell in Jakarta (Indonesien) haben, wechselt der Vorsitz jährlich nach einem vorgegebenen Muster. Innerhalb von 10 Jahren stellt somit jedes Mitglied einmal den Vorsitz, an dem auch die Gipfelkonferenz stattfindet. Zusätzlich gibt es jährlich weit über ein dutzend Ministertreffen mit jeweils unterstellten Komitees und Arbeitsgruppen. Insgesamt gibt es zahlreiche Parallelen zur EU. Abweichend ist jedoch, dass die Beschlüsse der Gemeinschaft nicht überstaatlich sind, also keine Mitgliedsländer unfreiwillig zur Durchführung zwingen.