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Mitglieder der EWU - Europäischen Währungsunion

Die EWU, also die Europäische Währungsunion ist ein Bündnis der 19 Europäischen Staaten, die der Europäischen Union angehören und mit dem Euro eine gemeinsame Währung eingeführt haben. Im eigentlichen Sinne sind bezeichnet sich die Union als "Europäische Wirtschafts- und Währungsunion", also als EWWU.

Die Euro-Länder umfassen in Europa ein Gebiet von 2,76 Mio km² und rund 342,95 Mio Einwohnern. Dies entspricht flächenmäßig etwa 1,8% der weltweiten Landmasse und 4,4% der Weltbevölkerung. Mit einer Geldmenge von rund 12 Billionen Euro ist die Währung eine der wenigen Leitwährungen der Welt. Eine höhere Geldmenge haben nur noch der chinesische Yuan und der US-Dollar.

Weltkarte der Mitgliedsländer: EWU - Europäische Währungsunion

LandBeitrittEinwohnerFläche
Belgien199911,56 Mio31.000 km²
Deutschland199983,24 Mio358.000 km²
Estland20111,33 Mio45.000 km²
Finnland19995,53 Mio338.000 km²
Frankreich199967,39 Mio549.000 km²
Griechenland200110,72 Mio132.000 km²
Irland19994,99 Mio70.000 km²
Italien199959,55 Mio301.000 km²
Lettland20141,90 Mio64.000 km²
Litauen20152,79 Mio65.000 km²
Luxemburg19990,63 Mio2.590 km²
Malta20080,53 Mio320 km²
Niederlande199917,44 Mio42.000 km²
Österreich19998,92 Mio84.000 km²
Portugal199910,31 Mio92.000 km²
Slowakei20095,46 Mio49.000 km²
Slowenien20072,10 Mio21.000 km²
Spanien199947,35 Mio506.000 km²
Zypern20081,21 Mio9.250 km²



Eurozone

Als Währungsunion haben alle 19 Länder der EWU den Euro eingeführt. Außerhalb der EU führen jedoch noch weitere Länder den Euro als offizielle Währung. Dies sind in Europa Andorra, Kosovo, Monaco, Montenegro, San Marino und der Vatikan. Darüberhinaus haben auch einige abhängige Gebiete der EU-Staaten den Euro übernommen, gehören aber teilweise weder der EU an, noch der EWU. Dies sind z.B. die Niederländischen und Französischen Überseegebiete in der Karibik, dem Indischen Ozean und dem Pazifik.

Gemeinsame wirtschaftliche Ziele

Gemeinsames Ziel der Union ist die Weiterentwicklung und Stabilisierung des Europäischen Binnenmarktes. Hierzu gehört als eines der primären Ziele auch die Erhaltung des Preisniveaus und die Währungsstabilität des Euros. An der Wirtschaftsunion, nicht aber an der Währungsunion nehmen alle Staaten der Europäischen Union teil. Also zusätzlich die Länder Bulgarien, Dänemark, Kroatien, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Für diese Länder gilt eine Ausnahmeregelung, wonach sie der EWWU angehören, aber die dritte Stufe der Euro-Einführung noch nicht vollziehen müssen.

Aufnahmekriterien

Grundvoraussetzung zur Aufnahme in die EWU ist zunächst die Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Selbst finanzstarke und -stabile Länder außerhalb der EU können also keine Bündnismitglieder werden. Zusätzlich werden strenge Auflagen an die Wirtschaft eines Bewerberlandes gemacht. So darf u.a. die Inflationsrate nicht schlechter als 1,5% des preisstabilsten EWU-Landes sein. Zu mehr als 60% darf das Land nicht verschuldet sein und die Neuverschuldung muss unter 3% liegen. Zu beachten ist hierbei, dass es sich um Aufnahmekriterien handelt. Erreicht ein Mitgliedsland diese Voraussetzungen nach der Aufnahme nicht mehr, so scheidet es nicht automatisch aus. Die Frage, ob man beispielsweise Griechenland aus der EWU zwangsweise ausschließen könne, weil es die Aufnahmekriterien nicht mehr erfüllte, blieb bislang ungeklärt.

Abhängige Außengebiete

Einige der oben genannten Mitgliedstaaten besitzen weitere von ihnen abhängige Ausgebiete. Dies sind zwar keine unabhängigen Staaten, haben aber eine gewisse wirtschaftliche und politische Autonomie. Mindestens teilweise treffen die geschlossenen Verträge der EWU auch auf sie zu. Diese Länder werden jedoch nicht als offizielle Mitgliedsländer geführt.

LandRegionAbhängig von
ÅlandNord-EuropaTerritorium von Finnland
ArubaKaribikTerritorium des Niederländischen Königreiches
BonaireKaribikTerritorium der Niederlande
Französisch-GuayanaSüd-AmerikaTerritorium von Frankreich
Französisch-PolynesienPolynesienTerritorium Frankreichs
Französische AntarktisgebieteAntarktisTerritorium von Frankreich
GuadeloupeKaribikTerritorium von Frankreich
MartiniqueKaribikTerritorium von Frankreich
MayotteOst-AfrikaTerritorium von Frankreich
NeukaledonienMelanesienTerritorium Frankreichs
RéunionOst-AfrikaTerritorium von Frankreich
Sankt BartholomäusKaribikTerritorium von Frankreich
Sint MaartenKaribikautonomes Territorium des Niederlandischen Königreichs
St. MartinKaribikTerritorium von Frankreich
St. Pierre und MiquelonNord-AmerikaTerritorium Frankreichs
Wallis und FutunaPolynesienTerritorium Frankreichs