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Mitglieder der OPEC:
Organisation erdölexportierender Länder

Die OPEC ist ein Handelsabkommen mit zurzeit 15 Mitgliedsstaaten. Außer Ecuador und Venezuela befinden sich alle Länder in Afrika oder dem Nahen Osten. Ziel der OPEC ist die weltweite Regulierung der Ölpreise zu gunsten der Teilnehmerländer durch künstliche Verknappung des Rohstoffs, Preisabsprachen und Besteuerungen von Ölexporten.

Die derzeitigen Mitgliedsstaaten umfassen ein Gebiet von 12,56 Mio km² und rund 521,03 Mio Einwohnern. In ihrem Höhepunkt gegen Mitte der 70er Jahre kontrollierte die OPEC rund 55% des weltweiten Erdölabsatzes.

Weltkarte der Mitgliedsländer: OPEC - Organisation erdölexportierender Länder

LandBeitrittEinwohnerFläche
Algerien196943,85 Mio2.382.000 km²
Angola200732,87 Mio1.247.000 km²
Äquatorialguinea20171,40 Mio28.000 km²
Arabische Emirate19679,89 Mio84.000 km²
Ecuador200717,64 Mio256.000 km²
Gabun19752,23 Mio268.000 km²
Irak196040,22 Mio435.000 km²
Iran196083,99 Mio1.745.000 km²
Katar19612,88 Mio12.000 km²
Kongo20185,52 Mio342.000 km²
Kuwait19604,27 Mio18.000 km²
Libyen19626,87 Mio1.760.000 km²
Nigeria1971206,14 Mio924.000 km²
Saudi-Arabien196034,81 Mio2.150.000 km²
Venezuela196028,44 Mio912.000 km²



Gründung und Ziele

Gegründet wurde die OPEC am 14. September 1960, nachdem sich der Ölpreis auf ein historisches Tief einpendelte. Die Staatshaushalte der damaligen Gründungsmitglieder basierten jedoch im Wesentlichen auf dem Export von Erdöl, so dass einige Staaten in finanzielle Schieflage gerieten. Mit einem Kartell der damals bedeutendsten Erdölexporteure versuchte man die Fördermengen untereinander zu koordinieren und die Exportpreise auf einen höheren Stand zu hiefen. Um die Verkaufspreise regulieren zu können wurden Ölfirmen zu einem Großteil verstaatlicht. Den verbliebenen privatwirtschaftlichen Industriezweigen rang man hohe Steuern auf ihre Erdölexporte ab.

Allein bis ins Jahr 1975 vergrößerte sich die OPEC auf 13 Länder, die über 55 Prozent des weltweiten Erdölmarktes für sich beanspruchen konnten. Erst in den vergangenen 20 Jahren wurden weltweit weitere Ölvorkommen erschlossen, die den Weltmarkt auf lange Zeit versorgen könnten. Durch den monopolistischen Einfluss der OPEC auf internationale Handelspreise verringerte sich der Ölpreis jedoch nicht. Auch heute noch stammen rund 40% des Weltabsatzes aus den OPEC-Ländern.

Mindestens halbjährlich beraten sich die zuständigen Minister der Mitgliedsländer in einem gemeinsamen Treffen über künftige Maßnahmen. Hier legt man Förderquoten und auch Ölpreise gemeinsam fest.

Indonesien stieg 2008 erstmals aus der OPEC aus, weil seine Ölreserven zurückgingen und es sogar selbst Erdöl importieren musste. Im Jahr 2015 trat das Land erneut bei, konnte aber aufgrund der seitens der OPEC vorgegebenen Förderbegrenzungen seinen Status nicht halten und galt bald wieder als größerer Importeur, denn Exporteur. So stieg Indonesien im Jahr 2016 erneut aus dem Verbund aus.

Die jüngsten Neuzugänge sind Gabun (2016), Äquatorialguinea (2017) und die Republik Kongo (2018), die allesamt die mit Abstand kleinsten Erdölförderer der OPEC sind. Zusammen fördern diese 3 Länder weniger als 2% der OPEC und weniger als 1% des Weltmarktes.

Einfluss Chinas als Großverbraucher

Nach der Jahrtausendwende entwickelte sich Chinas Wirtschaft explosionsartig und das Land benötigte große Mengen Erdöl, die aus der Erschließung eigener Ölvorkommen und den bisherigen Importmengen nicht mehr gedeckt werden konnten. Allein in der Zeit von 2004 bis 2015 verdreifachte sich die von China importierte Ölmenge und man ging anfangs sogar davon aus, dass in wenigen Jahrzehnten die Erdölvorräte verbraucht sein würden. Der Rohölpreis stieg im Jahr 2005 auf ein Rekordhoch von 66 US Dollar pro Barrel.

Ehemalige Mitgliedsländer

LandAustrittEinwohnerFläche
Indonesien2016273,52 Mio1.914.000 km²