Naturkatastrophen (pixcove.com CC0)

Die schwersten Naturkatastrophen weltweit

Naturkatastrophen, also auf natürliche Weise und nicht vom Menschen verursachte Ereignisse beeinflussen das Leben von Menschen weltweit. Erdbeben und Vulkane und als deren Folge auch Tsunamis entstehen überwiegend an den Rändern tektonischer Platten. In Europa bleiben wir weitestgehend davon verschont. Andere Länder wie z.B. die Anrainerstaaten des Pazifik sind hiervon weitaus mehr betroffen.

Auf dieser Seite werden die schwersten Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis der neueren Zeit aufgelistet.

Erdbeben
Vulkane
Tsunamis

Die schwersten Erdbeben seit 1950

Erdbeben entstehen zumeist durch Verschiebungen von tektonischen Platten in einer Tiefe von 20 bis 50 Kilometern. Stoßen 2 Platten aneinander, so entstehen hier Spannungen und ruckartige Bewegungen, die an der Erdoberfläche zu verheerenden Schäden führen können. Die nebenstehende Karte (Quelle: NASA, DTAM project team) zeigt die häuftigsten Epizentren von Erdbeben unabhängig von deren Stärke und verdeutlicht so diese Plattengrenzen. Insbesondere an der amerikanischen Westküste und entlang des pazifischen Feuerrings kommt es auffällig oft zu Erdbeben.

Bei den schwersten Erdbeben im Laufe der letzten 60 Jahre tauchen Chile, Alaska (USA) und Indonesien gleich mehrfach auf. Die Spalte der Gesamtschäden bezieht die zerstörten Häuser und finanziellen Schäden mit ein. Nicht einbezogen sind Opfer und Schäden von möglicherweise durch die Beben ausgelösten Tsunamis.


Datum LandRegionStärkeTodesopferGesamtschaden
22.05.1960
Chile
Puerto Montt, Valdivia9,52.000
28.03.1964
USA
Alaska9,215
26.12.2004
Indonesien
Sumatra (Aceh: Off West Coast)9,11.001
11.03.2011
Japan
Honshu9,01.476
04.11.1952
Russland
Kamchatka Peninsula9,00
27.02.2010
Chile
Maule, Concepcion, Talcahuano8,8402
04.02.1965
USA
Aleutian Islands (Rat Islands)8,70
28.03.2005
Indonesien
Sumatera (Sw)8,61.303
15.08.1950
Indien
India-china8,61.530
11.04.2012
Indonesien
N Sumatra (Off West Coast)8,610
09.03.1957
USA
Alaska8,60
13.10.1963
Russland
Kuril Islands8,50
23.06.2001
Peru
Arequipa, Moquegua, Tacna, Ayacucho8,477
12.09.2007
Indonesien
Sumatra8,425
16.09.2015
Chile
Central8,37
04.10.1994
Russland
Kuril Islands; Japan (Hokkaido)8,311
25.09.2003
Japan
Hokkaido8,30
06.11.1958
Russland
Kuril Islands8,30
04.11.1963
Indonesien
Banda Sea8,30
15.11.2006
Russland
Kuril Islands8,30


Die stärksten Vulkanausbrüche der letzten 2000 Jahre

Auch Vulkane entstehen zumeist in den Regionen, an denen tektonische Platten aufeinander stoßen. Durch den Druck im Erdinneren bahnt sich flüssiges Gestein - also Magma - seinen Weg durch die entstandenen Risse an die Erdoberfläche. Bricht ein Vulkan aus, so werden Lava und Gesteinsmassen in große Höhen herausgeschleudert.

Die Stärke von Vulkanen misst man in einem Vulkan-Explosivitäts-Index (VEI). Ab einem Wert von 8 spricht man von einem Supervulkan, der aber nur extrem selten vorkommt. Der letzte Ausbruch eines Supervulkans fand vor rund 26.500 Jahren in Neuseeland statt (Vulkan Taupo). Die stärksten in den letzten 2000 Jahren berechneten Werte erreichten einen VEI von 7, was aber dennoch enorme Ausmaße hat. Hierbei werden Tephramassen von bis zu 1000 km³ in Höhen über 25 Kilometer geschleudert.

Ausbruch LandVulkanVEITodesopferGesamtschaden
10.04.1815
Indonesien
Tambora711.000
1000
Nordkorea
Changbaishan70
27.08.1883
Indonesien
Krakatau62.000
1660
Papua-Neuguinea
Long Island62.000
24.10.1902
Guatemala
Santa Maria61.500
15.06.1991
Philippinen
Pinatubo6450
19.02.1600
Peru
Huaynaputina61.400
450
El Salvador
Ilopango630.000
1452
Vanuatu
Kuwae60
06.09.1912
USA
Novarupta62
01.02.1477
Island
Bardarbunga60
1280
Ecuador
Quilotoa60
540
Papua-Neuguinea
Rabaul60
800
Papua-Neuguinea
Dakataua60
800
USA
Bona-Churchill60
710
Papua-Neuguinea
Pago60
240
Russland
Ksudach60
230
Neuseeland
Taupo60
2060
USA
Bona-Churchill60
2050
Vanuatu
Ambrym60


Die folgenschwersten Tsunamis der letzten 2000 Jahre

Als Folge von Erdbeben und Vulkanen bewegen sich nicht nur Landmassen, sondern auch oft auch Wassermassen. Je heftiger die Verdrängung ausfällt, umso stärker sind auch die auf offener See kaum sichtbaren Tsunamis. Erst in seichteren Gewässern türmen sich die Wellen dutzende Meter auf und verursachen teils heftigste Schäden beim Auftreffen auf Land.

Die größte bisher gemessene Flutwelle erreichte ein "Megatsunami" 1958 in der Lituya Bay in Alaska. Durch einen massiven Felsrutsch auf der einen Seite des Fjords entstand eine 524 Meter hohe Flutwelle auf der anderen Seite. Der Fjord war allerdings nur 3 km breit.

Anders als bei Vulkanen und Erdbeben sind die Auswirkungen von Tsunamis oftmals über große Gebiete verteilt. Bei dem wohl bekanntesten Tsunami im Dezember 2004 vor der Küste Indonesiens und Thailands entstand eine Flutwelle, die Todesopfer in 17 Ländern forderte. Die Welle erreichte eine Höhe von bis zu 50 Metern Höhe und erreichte sogar den afrikanischen Kontinent.

Datum UrsprungslandRegionFlutwelleTodesopferGesamtschaden
26.12.2004
Indonesien
Off W. Coast Of Sumatra50 m227.899
01.11.1755
Portugal
Lisbon18 m50.000
11.03.2011
Japan
Honshu Island38 m18.453
15.06.1896
Japan
Sanriku38 m27.122
27.08.1883
Indonesien
Krakatau41 m34.417
21.05.1792
Japan
Shimabara Bay, Kyushu Island55 m14.524
22.05.1960
Chile
Southern Chile25 m2.223
07.12.1944
Japan
Off Southeast Coast Kii Peninsula10 m1.223
12.12.1992
Indonesien
Flores Sea26 m1.169
24.04.1771
Japan
Ryukyu Islands85 m13.486
30.12.1703
Japan
Off Sw Boso Peninsula10 m5.233
20.09.1498
Japan
Enshunada Sea10 m5.000
28.10.1707
Japan
Nankaido25 m5.000
02.03.1933
Japan
Sanriku29 m3.022
24.12.1854
Japan
Nankaido28 m3.000
28.10.1707
Japan
Enshunada11 m2.000
28.12.1908
Italien
Messina Strait, Ionian Sea13 m2.000
20.12.1946
Japan
Honshu: S Coast6 m1.362
16.06.1026
Japan
Off Masuda, Shimane Prefecture10 m1.001
01.09.1923
Japan
Sagami Bay13 m2.144