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Buddhismus

Verbreitung des Buddhismus

Mit rund 400 Millionen Anhängern ist der Buddhismus eine der weltweit größten Religionen. Anders als das Christentum oder anderen sowohl monotheistischen, als auch polytheistischen Religionen wird im Buddhismus keine Gottheit verehrt. Dennoch ist der Buddhismus nach heutigem Verständnis eine Religion.

Der Buddhismus stammt ursprünglich aus Nordindien, in dem auch der Dalai Lama, das Oberhaupt des tibetischen Buddhismus seinen Sitz hat. In Indien selbst ist der Buddhismus mittlerweile kaum noch verbreitet. Den größten Verbreitungsgrad haben heute Thailand und die benachbarten Länder, Myanmar, Laos und Kambodscha sowie weitere Länder Asiens.
Verbreitung Buddhismus

Religiöse Richtungen und Ausprägungen

Buddhismus Im Wesentlichen gibt es drei Hauptrichtungen des Buddhismus mit unterschiedlichen Ausprägungen: Der Hinayana ist heute fast nur noch als Theravada bekannt und geht auf die originalen Lehren Buddhas und seiner Zeitgenossen zurück. Der Mahayana ist als deutlich aktiverer Glaube bekannt, in dem der Buddhist durch eigenes Handeln seine Leiden und die seiner Umwelt beenden soll. Als Vajrayana wird der Tibetische Buddhismus bezeichnet, zu dem auch der Dalai Lama gehört. Hier übernehmen buddhistische Schulen eine große Bedeutung, um Schülern schrittweise neue Techniken und Mantras zu lehren. Alle drei Richtungen haben ihrerseits weitere Unterteilungen mit jeweils leicht abweichenden Strukturen und Lehrmethoden.

LandVerbreitungabsolut
China6,2 %87.478.000
Japan66,8 %84.058.000
Thailand92,0 %64.216.000
Myanmar89,0 %48.425.000
Kambodscha95,9 %16.033.000
Sri Lanka70,2 %15.387.000
Südkorea24,2 %12.531.000
Vietnam12,2 %11.875.000
Taiwan49,0 %11.550.000
Indien0,7 %9.660.000
Malaysia19,8 %6.408.000
Laos66,8 %4.860.000
Nepal9,0 %2.622.000
Singapur33,9 %1.927.000
Mongolei53,0 %1.737.000
Hongkong21,3 %1.594.000
Nordkorea4,5 %1.160.000
Australien2,5 %642.000
Bhutan75,3 %581.000
Macau50,0 %325.000


Religionsinhalte

Ähnlich dem chinesischen Daoismus beziehen sich Buddhisten auf Lehren und philosophische Glaubenssätze, also keinen allmächtigen Gott. Als oberster Lehrer wird dabei "Buddha" angesehen, der durch rechtes Handeln und Meditation zum "Erwachten" wurde und somit eine Vorbildfunktion einnimmt. Die Buddha-Statuen sind heute zu einem weit verbreiteten Symbol des Buddhismus geworden.

Ziel der Religion ist das "Erwachen", also die Erkenntnis des eigenen Seins zu finden. Zentrales Element sind die 4 Edlen Wahrheiten, die sich allesamt um das Leiden der Menschen, dessen Ursache und Behebung drehen, um letztendlich das wahre Glück zu finden. Auf dem Weg zum Glück müssen die grundlegenden Leiden und deren Ursachen zunächst erkannt und dann beseitigt werden. Erst mit der Erkenntnis kann der Weg begonnen werden. Das zu erlangende Glück, das auch erst in einem späteren Leben erreicht werden kann, ist der finale Status der Erleuchtung, der den Kreislauf der Wiedergeburt und des dadurch entstehenden erneuten Leidens beendet.